Kalorienarmes Essen

Vor einiger Zeit entdeckte ich die Welt des Amigurumi*. Aus meiner Sicht ist viel Kitsch dabei, aber für einiges kann ich mich erwärmen, wie z. B. wundervoll gestaltete Häkel- und Stricklebensmittel.
Als regelmäßige Buchausleiherin und sehr unregelmäßige Buchkäuferin habe ich mir vorletzte Woche das wundervolle Erstlingswerk der Autorin Rose Langlitz, “Tast crochet : a pantry full of patterns for 33 yummy treats“, gekauft. Eine lohnenswerte Anschaffung!
Das Buch enthält zahlreiche, trotz englischer Sprache gut verständliche Anleitungen, wenn man ein wenig Erfahrung mit Häkeln hat. Für die Objekte können Wollreste verwendet werden (also keine großen Wollanschaffungen). Überdies hat man schnelle Erfolgserlebnisse, da nicht viel Zeit nötig ist, um ein Obst / Gemüse fertigzustellen.
Die teilweise etwas irritierten Fragen aus meiner Umgebung alias “Und was macht man dann damit?” habe ich lächelnd abgewunken. Kunstbanausen!
Ich für meinen Teil freue mich schon darauf, meinen lieben Kolleginnen aus dem Großraumbüro an meinem Geburtstag neben essbaren Leckereien auch wollige Delikatessen anbieten zu können. Guten Appetit!

編み包み-Pizza und 編み包み-Pilz 編み包み-Apfel 編み包み-Keks

*Amigurumi (jap. 編み包み, dt. gestricktes Bündel) ist eine japanische Strick- oder Häkelkunst, mit der kleine Tierpuppen, Gegenstände, Lebensmittel oder auch anthropomorphe Objekte hergestellt werden.

Es wird Zeit, an die Kleinen zu denken …

Obwohl ich auch schon für einige Kinder gestrickt und genäht habe (vielfach für Neugeborene), habe ich nur weniges fotografiert.
Folgenden Pullover habe ich für den damals zweijährigen Sohn meiner Freundin im Dänemark-Urlaub gestrickt. Trotz der kleinen Fläche haben die Streifen bzw. das spätere Vernähen doch einige Zeit in Anspruch genommen. Der Schnitt ist ansonsten sehr simpel: Vorder- und Rückenteil gerade hoch gestrickt, Ärmel mit gleichmäßigen Zunahmen, Kragen aus den Rändern herausgestrickt.
Eine genaue Anleitung hatte ich nicht, ich habe mich an der Anleitung eines Kinderpullovers in Größe 92/98 von Debbie Bliss (“Stricksachen für die ganze Familie“, S. 11) orientiert. Verwendet habe ich das Garn von Lana Grossa, Qualität “Bingo”, Nadeln 5.

Gefilzte Hühner zu Ostern

Einmal im Jahr werden unsere kleinen gefilzten Freundinnen aus ihrem Kabuff geholt, um unsere Frühstückseier an Ostern zu wärmen.
Die Idee habe ich vor Jahren in einer Zeitschrift entdeckt, habe die Vorlage aber selbst erstellt. Alle Teile werden aus einfachem Filz zugeschnitten (Vorder- und Rückenteil in weiß, Kamm in rot, Schnabel in gelb). Der Kamm wird beim Zusammennähen des Vorder- und Rückenteils eingefasst. Der Schnabel wird mit großen Stichen in dünnem Garn aufgenäht, dabei wird eine Schnabelöffnung angedeutet. Die Augen bestehen aus Knötchenstichen.
Schöne Osterfeiertage für euch alle!

Her mit den Frühlingsklamotten …

Die Sonne scheint, und so langsam traue ich mich, meine Wollkleidung gegen Baumwollkleidung einzutauschen. Vor allem welche mit 3/4-Arm oder kürzer.
Von einem Modell, das ich vor einigen Jahren gestrickt habe, wollte ich mich schon des Öfteren trennen, aber das gute Zureden diverser Mitmenschen (“Das steht dir so toll. So einen Pulli hätte ich auch gerne!”) hat mich immer wieder davon abgebracht. Nun denn. Da ich mich nun gegen das Entsorgen entschieden hatte, wollte ich ihn wenigstens noch mal “schön” haben, sprich im Originalgarn und mit Originallänge. Ich hatte nämlich die Hoffnung, dass das Originalgarn wesentlich besser zu verarbeiten sein würde, als die Kuckuckswolle. Leider musste ich im letzten Dänemark-Urlaub feststellen, dass dem nicht so ist: ein sehr vielfädiges Garn, das leicht Schlaufen zieht, wenn man mit der Nadel nicht alles in einem Schwung mitbekommt. Und diese Schlaufen bleiben leider. Auch ist es nicht zu empfehlen, bei Dämmerlicht bzw. abends an dem Strickstück zu arbeiten. Obig beschriebene Probleme tauchen dann vermehrt auf. Für alle, die sich von diesen Erzählungen immer noch nicht entmutigen lassen: er sieht schön aus, wenn er fertig ist. Und ich habe es ja auch noch nicht aufgegeben. Der nächste (oder übernächste) Sommer kommt bestimmt …

aus Rebecca Nr. 36, Modell 2

Ästhetische Wohnaspekte bei Nagern

Ja, auch unsere felligen Freundinnen und Freunde – die freundlichen Nagetiere in unserer Mitte – haben ein Blick für das Schöne. Deshalb war es für uns eine Selbstverständlichkeit, unseren kleinen Mitbewohnerinnen ein ästhetisch anmutendes Heim zu schaffen.

Meerschweinchenkäfig aus Multiplex, ca. 1900 x 600 mm Grundfläche

Der Käfig besteht aus zwei Teilen, da er ursprünglich dafür konzipiert wurde, später ein Eckteil nachzufügen.
Der Boden ist eine OSB-Platte (19 mm), bezogen mit einer Lackfolie, die mit Hilfe von doppelseitigem Klebeband und kleinen Leisten an den Rändern befestigt wird.
Die geschrägten Seitenteile und Rückwand bestehen aus 10 mm, die Rahmenhölzer aus 19 mm dicker Multiplexplatte. Der Korpus ist geschraubt, die zwei Einzelrahmen sind gedübelt und genutet. Wir haben uns statt Plexi-Glas, wie es für viele Meerschweinchenkäfige verwendet wird, für Echtglas entschieden. Zwar ist das Gewicht höher, aber sie sind leicht zu reinigen und recht günstig im Preis.
Die Käfigteile werden mit Hilfe von Leisten, die jeweils von hinten angeschraubt werden, miteinander verbunden.
Zeichnung und Materialliste stehen zur Verfügung, die bei Bedarf bei mir erhältlich sind.

Und so sieht der Käfig mit Bewohnerinnen aus:

Weitere Bilder sind auf Seite der “Schönsten Meerschweinchen der Welt” zu bewundern.