Stoff

alles mit Stoff

  • Aus dem Leben,  Stoff,  Wolle

    Urlaubsfreuden

    Dieses Jahr ist der Sommerurlaub zeitlich ein wenig nach hinten gerückt. Schuld ist eine tolle Hütte in Dänemark, die nur noch zu einem späteren Zeitpunkt frei ist – die Letzte ihrer Art, nach langem Hin und Her zwischen Impfen und Quarantänefurcht. Nun wird es eine Sommerreise mit leichten Herbstnoten, weiter entfernt vom Meer als üblich, jedoch mit grandiosem Weitblick auf das wilde Meer.

    Was passiert gerade noch?

    Wolle und Stoff liegen derzeit ein wenig brach. Die rot-blaue Ringelsocke ist noch unvollständig und solo, mehrere Schlauchjerseys warten auf ihren Einsatz, zu Röcken vernäht zu werden. Ein Septemberprojekt. Der wild wachsende Basilikum nebst Dill und Petersilie stammt aus meinem neuen Corona-Hobby, dem Hochbeet-Gärtnern, und ist bereits geerntet. Die Puzzle-Berge für die Reise stapeln sich. Der heimatliche Esszimmertisch ist derzeit vom meinem ersten 3000-Teile-Puzzle belegt. Allem Ehrgeiz zum Trotz wird das Werk mich unvollendet nach Rückkehr wieder in Empfang nehmen. Die Bücherberge  hingegen dürfen in Teilen mit, wahrscheinlich auch in diesem Jahr mit einem höheren Anteil an Belletristik. Ich überrasche mich selbst.

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  • Stoff

    Oberteile in Hülle und Fülle

    Willkommen zurück!

    Zunächst kommen hier die Fotos meiner fertigen Bluse. Detailfotos gibt es im Beitrag, der von meinem ersten Versuch erzählt. Wie ihr seht, habe ich an zusätzlichen Zentimetern bei den Armen nicht gespart. Das gute Stück sitzt nun sehr bequem. Nach dem ersten Waschen hat der Kragenstoff leider ein wenig gefranst. Dem werde ich in nächster Zeit mit ein wenig Schrägband (lila!) entgegenkommen. Der Schnitt ist auf jeden Fall super, und wenn ich mal wieder einen ausgefallenen Stoff entdecke, nähe ich die Bluse bestimmt noch ein zweites (drittes) Mal. Und nehme dann die Taillierung raus …

    Nun aber zum zweiten Nähprojekt: dem Pullover für den Liebsten.

    Auch hier stürzten mich die Maßangaben in große Unsicherheit, agiere ich doch immer im Geheimen und messe heimlich bereits vorhandene Kleidungsstücke. Im Gegensatz zu meiner Tunika bin ich auf eine kleinere Größe gewechselt. Ich hatte eine recht große Menge Stoff bestellt, die ich letztendlich fast vollständig aufbrauchte. Der Wechsel zur kleineren Größe zwang mich, Teile komplett neu zuzuschneiden. Dann waren zwei Teile im Schnitt nicht als im Bruch auszuschneidend gekennzeichnet und einige Male war ich unkonzentriert. Nach fünf Stunden Zuschneiden von Papier und Stoff sei es mir vergönnt.

    Das fertige Werk lässt sich sehen: ich habe das etwas knifflige Einnähen des oberen Armabschnitts gemeistert. Die Passe sieht sehr schick aus. Am Ende ist es auf Wunsch des Beschenkten nur ein halber Hoodie geworden (Bauchtasche, aber ohne Kapuze). Das Bündchen (mein erstes Vernähen von Bündchenstoff!) habe ich noch um ein gutes Stück gekürzt, da es im Originalmaß ziemlich leierig saß. Da es sich bei einem der Stoffe um einen Sommersweat handelt, ist es eher ein langärmeliges Shirt als ein Pullover geworden.

    Aber am wichtigsten: der Liebste hat sich gefreut, obwohl er kein Freund der Überraschungen ist!

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  • Stoff

    Osternähereien zu Pfingsten

    Tunika „Katha“ und „Family-Shirt Männer“ von schnittchen.com, Stoff von Alles für Sachenmacher

    Ihr kennt es langsam: entweder hinkt der Text oder die Objekte, die für den Text erforderlich sind.

    In diesem Fall sind es meine Nähereien rund um Ostern, für die ich Dank zweiwöchigen Urlaubs ausreichend Muße hatte. Meine Geduld wurde nämlich an einigen Stellen – teilweise selbstverschuldet – auf die Probe gestellt.

    Vor einigen Wochen hatte ich mir zwei neue Schnittmuster bei schnittchen.com und passenden Stoff bestellt:

    • eine Tunika aus Viskose und
    • ein Sweatshirt für Männer (dank Bundle auch Schnitte für Kinder und Frauen enthalten).

    Derzeit muss ich mich noch immer daran gewöhnen, bei der Stoffbestellung gleich an dazugehöriges Garn und weiteres Equipment zu denken. Ein spontaner Gang zum nächsten Karstadt gestaltet sich derzeit schwierig. Hat diesmal aber alles geklappt. So lag der Karton mit meinen Bestellungen einige Wochen bis zu meinem Urlaub in der Ecke und wurde dann kurz vor Ostern feierlich enthüllt.

    Begonnen habe ich mit der Tunika namens Katha – meine erste Bluse und mein erstes Mal Viskosevernähen. Alles in allem aufregend. Der Schnitt ist für zwei Längen gedacht. Ich habe die kürzere Variante gewählt, die noch immer recht lang ist, wenn man sie, wie ich, nicht darüber sondern in die Hose/den Rock gesteckt tragen will. Theoretisch hätte ich hierfür die Taillierung aus dem Schnitt herausnehmen müssen, wollte jedoch keine Experimente wagen. Die Überraschungen holten mich trotzdem ein.

    Das lief schief:

    • falsche Größe: trotz großzügiger zusätzlicher Armzentimeter saß der übrige Stoff nach dem ersten Anziehen recht heißgewaschen
    • Nähen des Kragens: leider habe ich den Fehler gemacht, mich in Foren verunsichern zu lassen, wie nun der Kragen korrekt genäht wird. Hätte ich die Anleitung korrekt weitergelesen, wäre mir aufgefallen, dass Frau Türck alles gut und genau beschrieben hat. Da es verschiedene Varianten des Schnittmusters gibt (mit Ärmeln/ohne Ärmeln, einfache Bündchen/Manschetten), befinden sich die finalen Schritte zum Nähen des Kragens ganz am Ende der Anleitung.
    • wirklich unverzeihlich: ich habe den Stoff nicht gewaschen! Und Viskose ist echt fies. Auf anderen Blogs habe ich gelesen, dass er bis zu 15 Zentimeter einlaufen kann. Ein gutes Lehrstück: wenn man schlurig wird, gibt es kleine Aufwecker gratis.

    Das war gut:

    • der Stoff ist toll! Das Muster ist live genauso schön wie auf Bildern. Und trotz ausgeprägter Glitter- und Glitzerantipathie finde ich die goldenen Einwebungen todschick!
    • durch die oben genannten Hindernisse bekam ich die Chance, mir die Bluse eine Nummer größer zu nähen. Selbst wenn ich den Stoff vorher gewaschen hätte, wäre das Tragen mit einer gewissen Sauerstoffarmut einhergegangen. Und da ich auf den seitlichen Reißverschluss gleich ganz verzichtet habe, hat sich die größere Größe auch hier bewährt. Der Kragen ist im zweiten Anlauf selbstverständlich nun auch so genäht, wie in der Anleitung beschrieben (Innenblenden zum Schluss annähen und von rechts im Nahtschatten feststeppen statt Innen- und Außenblenden gleich zu Anfang gegeneinander zu verstürzen und anzunähen).

    Auf den Fotos seht ihr die Bluse aus dem ersten Versuch. Finale Fotos und Näherfahrungen mit dem männlichen Sweatoberteil folgen im nächsten Beitrag.

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  • Aus dem Leben,  Papier,  Stoff,  Wolle

    Jahreswechsel


    Bevor das neue Jahr anbricht, erzähle ich euch von meinen Aktivitäten im Dezember.

    Vom Homeoffice bin ich ganz sanft in meinen Urlaub hineingesegelt. Bereits zuvor hatte ich genug Muße, neue Projekte anzugehen und neben den ganzen Woll- und Stoffgeschichten mal wieder mit Papier zu basteln.

    In umgekehrter Chronologie seht ihr auf dem großen Bild meine größere Tischdecken und -läufer-Nähaktion, die gestern über die Bühne ging. Wie bereits erwähnt, benötigen wir für unseren nun größeren Esszimmertisch passende Tischdecken. Erst wollten wir passende Decken kaufen, haben jedoch schnell festgestellt, dass sie entweder nicht die richtigen Maße haben und/oder nur bei 40 Grad zu waschen sind. Am Ende haben wir bei Nordic Nest schöne klassische 60er-Jahre-Stoffe von der finnischen Marke Marimekko erstanden:

    • den Kaivo Stoff, ein schlichter schwarz-weißer Stoff (ausgebreitet auf dem Bild zu sehen), der auch für Wanddekoration verwendet wird
    • für mehr Farbe und noch mehr Nostalgie den Siirtolapuutarha Leinen-Stoff (ebenfalls auf dem Bild über dem Stuhl), häufig auch für Gardinen und Kissen verwendet. In der Beschreibung ist zu lesen: Der Name des Musters „Siirtolapuutarha“ bedeutet Stadtgarten und soll an prunkvolle Vorgärten erinnern welche zu kleinen Oasen im Alltag werden.
    • und zuletzt den Pieni Unikko Stoff, den ich längs geteilt und daraus zwei Tischläufer genäht habe (nicht im Bild)

    Neben den schönen Mustern dürfen jedoch auch die schlichten Decken nicht fehlen. Der gute alte Damast, waschbar bei 60 Grad, falls doch mal was danebengeht, einmal in weiß und einmal mit feinem Blumenmuster – beides bei Stoffe Hemmers im Angebot. Das dazu bestellte Moltontuch mussten wir leider noch einmal zurückgehen lassen – da hatten sie uns glatt einen Meter zu wenig geliefert. Die neue Sendung ist jedoch bereits auf dem Weg zu uns und vielleicht können wir heute Abend bereits in einer ersten Garnitur unsere leckeren Silvestertapas darauf verspeisen.

    Den grauen Filzkorb habe ich spontan aus Resten meiner länger zurückliegenden Osterhasennäherei gefertigt. Die Höhe spielt eine erhebliche Rolle, wenn die Teile einigermaßen elegant durch die Maschine gleiten sollen (meiner misst im Durchmesser 16 Zentimeter, in der Höhe 20 Zentimeter). An zwei Stellen musste ich mit der Hand nachnähehn. Er hat jedoch alle darin befindlichen Weihnachtsgeschenke gut gehalten. Die Anleitung findet ihr auf dem Blog bildschoenesdesign.

    Zuletzt ein kleines Potpourri in Galerie: die beiden oberen Bilder zeigen euch den Fortschritt meines Patentpullovers mit der Wolle Brigitte No. 2. Ein interessanter Schnitt, da die Ärmel in Verlängerung der Schulterpartie gestrickt werden. Unten rechts die erste Socke meiner insgesamt drei Socken von Paulastrickt. Zwei Paare sind fertig, im neuen Jahr folgt ein Gruppenbild, wenn ich alle fertig habe. Unten links seht ihr eine Bastelei von edition 8×8. Auf der Seite war ich seit Ewigkeiten nicht mehr. Die Vorlage ist kostenfrei und selbst auszudrucken. Ich hatte eine Menge Spaß!

    Ihr Lieben da draußen: ich wünsche euch einen angenehmen Jahreswechsel und danke euch, dass ihr meinem Blog treu seid. Hoffentlich habt ihr auch 2021 Freude am Lesen meiner Beiträge!

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