Stoff

alles mit Stoff

  • Stoff,  Wolle

    Gruppenbild mit Wolle

    Kaum ist die letzte Wolle verstrickt, habe ich bereits wieder Nachschub geordert, obwohl es im Schrank langsam eng wird.
    Auf dem Bild werden die Neuanschaffungen präsentiert vom zweiten Mini Yoda, der just von der Beschenkten bestellt wurde zum Selberverschenken:

    • „falsche“ Sockenwolle in den Farben anthrazit, beige und rot (es handelt sich gar nicht um Sockenwolle, die „Touring“ von Lang Yarns wird jedoch von vielen als diese verwendet) für Socken, die ausnahmsweise in meinen Kleiderschrank wandern sollen
    • Lana Grossa-Wolle für einen Patentpullover aus der BRIGITTE (ja, wieder …). Der Kauf hat bereits im dritten Anlauf geklappt: vom ersten Händler bekam ich die Rückmeldung, dass sich coronabedingt die Wartezeit verlängert, kurz danach war meine Farbe nicht mehr verfügbar; der zweite Händler meldete sich gar nicht zurück, so dass ich leider auf die dritte und letzte Möglichkeit – Amazon – zurückgreifen musste (die Wolle war drei Tage später da).

    Vor kurzem bin ich auf Paulastrickt gestoßen, das Label einer jungen Frau, die ihre Restauratoren-Tätigkeit derzeit auf Eis gelegt hat, um ihre Leidenschaft zum Hauptberuf zu machen. Sie erstellt Anleitungen für schöne, schlichte gestrickte Kleidungsstücke und Accessoires. Über Etsy habe ich nun eine Anleitung für Socken, die Mütze „Jacques“ sowie Handschuhe erstanden. Die Socken habe ich bereits angefangen zu stricken.

     

    Die Arbeit an der Mütze fand im Geheimen statt, und da Beschenkte manchmal mitlesen, sind die Knäuele nicht mit auf dem Bild gelandet. Nun ist sie fertig, verschenkt und glücklich wie seine neue Besitzerin.

    Mütze „Jacques“ von Paulastrickt in Lang Yarns Merino 70

     

    Außer der Reihe habe ich letztes Wochenende noch alte Tischdecken in Tischläufer und Sets umgenäht – wir haben einen neuen Esszimmertisch, der größer als sein Vorgänger ist.

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  • Stoff

    Cocoon-Kleid

    Bei diesem Kleid lag eine längere Zeit zwischen Stoffkauf und Nähen. Der Zuschnitt lag schon länger, dann kam Corona, die Läden schlossen und ich hatte kein passendes Garn und Bügelvlies.

    Zwischendurch haderte ich auch mit der Farbe und dem Schnitt. Die Neugier siegte jedoch irgendwann und ich setzte mich an die Nähmaschine. Wie alle Anleitungen von schnittchen war auch diese gut geschrieben und ohne Stolperfallen.

    Das Resultat seht selbst. Ich bin mir noch immer unschlüssig, wie ich das Kleid finde. Der Stoff ist auf jeden Fall ungünstig gewählt, da zu steif, was der Silhouette nicht wirklich schmeichelt. Vielleicht ändert sich meine Einstellung noch, ich glaube jedoch eher, dass das Kleid zu den weniger hoffähigen Teilen in den Kleiderschrank wandert und künftig eher zu privaten Zwecken getragen wird.

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  • Aus dem Leben,  Stoff

    Quatschtag mit Kurve

    Am Pfingstwochenendehatte ich alle Utensilien beisammen, den Stoff zugeschnitten – und dann passierten lauter unsinnige Dinge:

    Angefangen mit den Metallösen statt regulärer Knopflöcher für die Kordeln: ich hätte es lassen sollen, aber ich wollte es unbedingt ausprobieren. Resultat: die Metallösen saßen trotz Hämmern auf Stein nicht fest genug, der Stoff konnte wieder herausgezogen werden. Mein Probestück sah am besten aus, so wie das Probestücke manchmal an sich haben.

    Da saß ich nun mit meinen durchlöcherten Stoffen, von denen ich selbstverständlich keine weiteren Reste hatte, um die Bünde erneut zuzuschneiden und war griesgrämig. Alle Versuche, den klassischen Vorgang des Knopflochnähens umzudrehen, nicht zuerst nähen, dann schneiden, sondern andersherum, da die Löcher bereits vorhanden, scheiterten kläglich. Es fehlt bereits zu viel Stoff, um noch anständig drumherum nähen zu können.

    Wie immer half der Liebste: auf die Löcher einen kleinen Streifen Stoff nähen und die Knopflöcher einfach auf der anderen Seite neu nähen. Gesagt, getan: ich habe nun jeweils auf die Rückseite von innen besagten Streifen aufgenäht (siehe Bild).

    Durch diese Aktion war ich alleine zwei Stunden beschäftigt. Es folgten weitere kleine Missgeschicke wie nicht aufgebügeltes Vlies etc. Aber solche Tage gibt es eben.

    Wichtig ist, dass ich am nächsten Tag die Kurve bekam: Sonntag setzte ich mich gleich früh an die Nähmaschine und machte immer weiter, fast den ganzen Tag. Und nun sind alle drei Hosen fertig und machen beim Fotoshooting im Apfelbaum eine gute Figur. Für die rote Hose habe ich mich nun schließlich für das orangene Band entschieden – es leuchtet ordentlich, aber der Kontrast ist stark.

    Die Nähmaschine war schön warm, also habe ich gleich noch den Kissenbezug mit Hotelverschluss genäht. Diesmal mit dreimal überlegen im Vorfeld, so dass die Teile sich auf der Rückseite großzügig überlappen. Allerdings musste ich wieder einmal feststellen, dass ein Hotelverschluss mit Musterstoff tückisch ist. Man muss gut überlegen, wie der Stoff auf links gesteckt werden muss, damit später auf der Rückseite der obere den unteren Teil überlappt.

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  • Aus dem Leben,  Stoff

    Vorfreude

    Wenn Lieferzeiten länger als zwei Wochen dauern, kann es sein, dass man sich gar nicht mehr genau erinnern kann, was man alles bestellt hat. So ging es mir heute beim Öffnen des Pakets, auf das ich schon sehnlichst wartete.

    Auf dem Bild (von oben nach unten):

    • das Vlies, das mir endlich das Nähen der Shorts und meines Kleides ermöglichen wird
    • Kordeln für die Shorts (eine Ausweichfarbe, falls ich mich mit orange nicht traue)
    • Gummiband für selbige
    • Stretch-Kord für mein lange gehegtes Modell Pina von schnittchen (mittlerweile habe ich so lange gewartet, dass während der Zeit der Schnitt geändert wurde; ich habe ihn kostenlos zugeschickt bekommen, weil ich ihn schon einmal bezahlt hatte – vielen Dank noch mal!)
    • ein schöner Senfgelbton für mein großes Bettkissen und was ich aus den Resten noch herausgenäht bekomme

    Hui, am Wochenende geht es los!

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  • Stoff

    Masken: letztes Modell, versprochen

    Seit der Einführung der Maskenpflicht schaue ich mir interessiert die verschiedenen Modelle bei den Träger*innen an. Dass ich selbst massenhaft das Bänder-Modell genäht habe und dann feststellte, dass ich selbst nicht so gut damit klarkomme wie erwartet, ist bekannt. Bislang komme ich mit dem einfachsten Modell – das ganz ohne Nähen auskommt – am besten klar. Allerdings ist ein einlagiger Stoff auf die Dauer nicht empfehlenswert, nur auf kurzen Wegen. Also experimentiere ich weiter.

    Bei meinen Beobachtungen springt mir immer wieder das Modell mit Gummibändern um die Ohren und gekräuselten Seitenpartien ins Auge (im Prinzip wie die klassischen Einfachmasken, nur genäht und dadurch wiederverwendbar). Dank der Karstadt-Wiedereröffnung konnte ich meine Vorräte wieder  mit Baumwollstoff und Gummiband aufstocken. Das Modell, das ich nun gestern ausprobiert habe, ist von – nicht lachen! – Guido Kretschmer. Wie alle Modedesigner*innen ist er mir eher suspekt, aber wenn er vernünftige Anleitungen anzubieten hat, warum nicht.

    Herausgekommen ist nun die aufwändigste, aber auch schmuckeste Maske. Sie näht sich fast wie das Bändermodell, es werden jedoch Nähte eingeschnitten, auseinandergebügelt und Ränder knappkantig abgesteppt. An den Maskenseiten werden die Gummis nicht mit eingenäht, sondern durch einen Stofftunnel gezogen. Dies hat den Vorteil, dass ihre Länge auch nachträglich korrigiert werden kann.

    Fazit: die Maske könnte noch etwas enger sitzen, sieht aber professioneller aus als die Einfachmasken und lässt sich leichter auf- und absetzen als die Bändermodelle. Und die Geschmäcker sind unterschiedlich: mein Liebster bleibt bei den Bändern, die findet er nach wie vor am besten :)

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