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Ordnung am Wochenende

Das vorletzte Wochenende habe ich dafür genutzt, mal wieder etwas Ordnung in meine mittlerweile größere Sammlung an Strick-, Näh- und sonstigen Anleitungen zu bringen.

Mein Projekt vom letzten Jahr, die Strickmaschine einzuweihen, werde ich nun ad acta legen. Die dazugehörigen Strickhefte habe ich ebenfalls durchgeschaut und auf Brauchbarkeit (und Machbarkeit) getestet. Von diversen Heften der Jahrgänge 1955-1957 sind nun drei Vorlagen übriggeblieben, von allen anderen habe ich mich rigoros getrennt.

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Des Weiteren habe ich mich an meine „Fast-fertig“- und „Muss-noch-geändert-werden“-Projekte gemacht.

Erstens: die Ärmel meines verunglückten T-Shirt abschneiden und neue Ärmelbündchen annähen. Hat gut funktioniert. Es wird wohl trotzdem nicht mein Lieblings-T-Shirt, sieht nun aber besser aus. Ich bin zufrieden.

neue Ärmelbündchen
T-Shirt mit kurzen Ärmeln

Zweitens (ohne Foto): meine Jeans im Siebziger-Stil bearbeitet, indem ich den Saum aufgetrennt habe und das Bein um ca. 3 cm verlängert habe. Noch immer nicht super, aber besser als vorher.

Der Charme der 60er Jahre

Eine Folge davon, dass ich mich (erneut) im „Mad Men“-Fieber befinde, ist der Wunsch, wieder Kleider zu tragen, insbesondere in Mustern und Schnitten, die denen der 60er und 70er Jahre nahekommen.

Der neue Stoffladen meines Vertrauens hält zurzeit viele Retrostoffe bereit, und da ich mich vor kurzem dem Jerseystoff genähert habe, hatte ich nun Mut, es erneut zu probieren, um ein Kleid zu nähen. Für knappe 20 EUR erstand ich einen wunderschönen Jacquardstoff (100 % Baumwolle, jedoch stretchig wie Jersey).

Den Schnitt namens Jeannie bestellte ich bei „schnittchen.com“, ein Berliner Label mit Modellen, die besonders für NähanfängerInnen geeignet sind. Angenehm ist bei den Schnitten, dass man sie direkt aus dem Bogen herausschneiden kann, ohne sie zu übertragen und die Naht- und Saumzugaben bereits enthalten sind und nicht mehr hinzugerechnet werden müssen.
Im Nähblog von „schnittchen.com“ zeigen Frauen ihre nachgenähten Modelle. Und so wurde ich erst aufmerksam, da der ausgewählte Stoff des Originals (silberglänzend!) verhinderte, dass ich mir den Schnitt des Kleides überhaupt ansah. Erst der Eintrag von Trine aus Dänemark zeigte mir, dass sich der Schnitt sehr gut für Retrostoffe eignet. Sie hat noch ein paar Änderungen vorgenommen, diese habe ich jedoch nicht übernommen und habe es ersteinmal nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung versucht, die durch die Ergänzung von Zeichnungen (abrufbar über die Website) sehr gut war.
Trotz wenig Näherfahrung (was Kleidung betrifft), schaffte ich es ohne große Schwierigkeiten, das Vlies an den richtigen Stellen aufzubringen, den Rockschlitz zu nähen und Ober- und Unterteil mit der richtigen Wickeloptik aneinanderzunähen.

Durch den Stretchanteil des Stoffes konnte ich zum Glück auf einen Reißverschluss verzichten. Aufregend bis zur letzten Minute war, ob die anvisierte Größe passen würde, da ich mich laut der angegebenen Maßtabelle zwischen Größe 36 und 38 bewegte, das abgebildete Model mit meiner Körpergröße Größe 36 trug, was mir tendenziell eher zu eng/klein ist.

Da der erste Versuch nun so gut geklappt hat, und das Kleid sich bereits beim ersten Anziehen sehr gut anfühlte, erwäge ich, mir den Stoff noch in einem anderen Farbton zu kaufen …

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