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Wahnsinn

Ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, Dinge, die mich an Kleidungsstücken stören, zeitnah zu beheben. Dies kann für Außenstehende manchmal leicht wahnsinnig wirken, da es manchmal damit einhergeht, Werke komplett wieder zu zerstören, bevor man sie neu erstellen kann.

In Dänemark hatte ich meinen im letzten Jahr fertiggestellten, recht aufwändigen, folkloristisch angehauchten Kurzarmpullover wieder mit dabei. Bereits bei der Fertigung wirkte er etwas zu groß. Ich musste mich damals zwischen den größen 36/38 und 40/42 entscheiden, und wählte die größere Größe. Überdies arbeitete ich mit einem Ersatzgarn, was in der Regel auch zu leichten Abweichungen führen kann.
Dieses Gefühl besserte sich nicht beim Tragen, schon gar nicht nach dem ersten Waschen, das mit einer zusätzlichen Weitung einherging.

Zu Hause angekommen, kramte ich die Anleitung hervor, checkte die Maße und andere Eckdaten wie Nadelstärke und Verbrauch, und entschloss dann kurzerhand, den Pullover noch einmal zu stricken, diesmal in Größe 36/38 und jeweils einer halben Nadelstärke kleiner.
Ich gehe dabei sukzessive vor, indem ich zunächst das Rückenteil aufgeribbelt habe, mir die einzelnen Knäule in der richtigen Reihenfolge zurecht gelegt habe, damit ich nicht am Ende diverse Knäule habe, die ich später nicht mehr zuordnen kann.

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Das Rückenteil ist nun fertiggestellt (rechts), im Vergleich das noch bestehende alte Vorderteil (links). Man kann den Größenunterschied ganz gut sehen (Spannen und Weiten durch Körperwärme nicht mit einberechnet).

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Nun geht es an das Vorderteil. Dann werde ich, bevor ich mich an die Ärmel mache, das Stück probetragen. Und mich hoffentlich freuen.

Advent

Die Weihnachtszeit beginnt schon wieder. Obwohl es bereits einmal geschneit hat, ist mir noch gar nicht nach Weihnachten, aber das kommt in den letzten Jahren häufiger vor.

Obgleich es für mich so überraschend kommt, reagiere ich doch relativ schnell und arrangiere zusammen mit dem Liebsten ein paar wenige Dekoartikel. Den Adventskalender gibt es zwar dieses Jahr nur für eine Person im Haushalt und der Adventsbaum darf noch für ein weiteres Jahr ein Nickerchen im Keller halten, denn 2015 darf unsere langgehegte Zimmerpalme einmal das grüne Weihnachtsgewand darstellen. Dafür gibt es zwei Ilexe (in jedem großen Raum einer – wow!).

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Recycling intensiv

Nicht aufschieben und nicht wegwerfen – unter diesem Thema ging ich den vorletzten Sonntag an. Mehrere Projekte warteten darauf, von mir ausgebessert zu werden:

  1. einige Schnüre meiner Bettwäsche, die beim Schleudergang abgetrennt wurden (auch das Bettlaken war kiebig und hatte ein Loch in das Netz gerissen, von dem es eigentlich geschützt werden sollte),
  2. mein Prag-T-Shirt, dessen Aufdruck ich rettete, um ihn auf ein anderes T-Shirt zu nähen,
  3. der Schlag meiner Woodstock-Hose, der in Gedanken an die wilden 60er doch etwas groß ausgefallen war und zu möglichen Unfällen geführt hätte (sich mit der Fußspitze im Hosenbein verheddern und dann der Länge nach hinfallen – praxiserprobt!) und
  4. meine geliebte Röhrenjeans, die beim Schneidersitz auf dem Sofa einen furchterregenden Laut von sich gab und neben der Schrittnaht riss.

Für die Jeans-Projekte 3 und 4 habe ich mir eine Jeans-Nähnadel für meine Maschine gegönnt, das Nähen war wirklich entspannter (keine Angst, dass einem im nächsten Moment die Nadel um die Ohren fliegt!).
Das Ausbessern der Hose hat sich sehr gelohnt, ursprünglich wollte ich mir gleich eine neue Hose kaufen und bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass ich das Loch noch flicken könnte. Zum Glück haben sich schon andere Menschen mit dem Thema befasst, so dass ich dank eines wunderbaren Tutorials meinen Plan geschwind in die Tat umsetzen konnte. Vielen Dank an die Bloggerin!

Die Naht ist verdeckt und beim Tragen nicht sichtbar, hier zwei Fotos (einmal von innen, einmal von außen):

Naht innen Naht außen

Fotos meiner wunderschönen neuen Schlaghose folgen!