-
Time to say goodbye
Pünktlich zum Ende unserer Renovierungsarbeiten für die neue Wohnung haben sich meine Sicherheitsschuhe, die ich seit Lehrzeiten trage, wortwörtlich aufgelöst.
Ich gebe an dieser Stelle den Tipp, sich nicht mit Schuhen, deren Sohlen bereits völlig heruntergelaufen sind und eigentlich nur noch durch die Lackflecken auf dem Leder zusammengehalten werden, auf den Weg zum Supermarkt zu machen, wenn es nach Regen aussieht (und man hinterher noch vorhat zu streichen und für den Nachhauseweg öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen).
Selbst nachdem die Sintflut, die vom Himmel kam, verebbte, saugten sich nach wenigen Schritten Schuhreste und Socken komplett mit Wasser von der Straße voll. Nach einem halben Wutanfall und weiteren drei Stunden Streichen (barfuß) leisteten mir die Schuhe ihren letzten Dienst, indem sie mich nach Hause trugen, unterstützt durch um die Füße gewickelte Folien, um Erkältungen fern zu halten.
Hier für euch und mich ein Abschiedsbild: -
Mädchen, Mädchen, Mädchen
Schon wieder wurde vor kurzem ein Kind in meinem Freundeskreis zur Welt gebracht – und wieder ein Mädchen. Wie schön!
Da ich schon einmal in meinem Blog über geschlechtsneutrale Kinderkleidung geschrieben habe, möchte ich mich nicht wiederholen und euch gar langweilen. Ich finde das Thema jedoch nach wie vor aktuell.
Gestern sprach ich mit der Mutter der kürzlich geborenen Tochter. Sie war glücklich, dass sie nur wenige rosafarbene Kleidungsstücke zur Geburt geschenkt bekommen hatte, da sie das Geschlecht ihres Kindes bis zu dem Zeitpunkt, wo sie es in den Armen hielt, nicht wusste (und auch nicht vorher wissen wollte). Aus der Verlegenheit heraus waren nun alle Schenkfreudigen um sie herum „gezwungen“, geschlechtsneutrale Farben zu wählen.
Und prompt wurde meine Freundin vor einigen Tagen darauf angesprochen, als sie ihrer Tochter ein blau-weiß gestreiftes Kleidungsstück anzog (das Kind ist noch nicht einmal einen Monat alt!).
Zu diesem Thema ein interessanter Artikel in der Hannoverschen Allgemeinen im letzten Jahr erschienen. Das erwähnte Buch von Lise Eliot habe ich selbst gelesen und kann es wärmstens empfehlen. Es räumt mit Vorurteilen aller Art gründlich auf!Auch ich habe es bei meinem Geschenk wie üblich mit den Farben gehalten, habe sogar die Farbe blau gewählt, um die Menschheit völlig zu verwirren. Seht selbst …
(Anleitung Babyschuhe: Brigitte 2/94, Babylätzchen: Living at Home)
-
Aufatmen
Der Kirchentag in Hamburg ist vorbei. Ich atme auf.
Seit einigen Jahren bin ich überzeugte Atheistin, und je mehr ich mich mit dem Thema »Kirche und Glauben« auseinandersetze, desto mehr gruselt es mich. Ich war viele Jahre selbst in verschiedenen Gruppen kirchlich engagiert (Kindergottesdienst, Kirchenmusik etc.) und habe erst viele Jahre später — mit dem nötigen Abstand — mich dazu entschieden, der Kirche (und dem Glauben) den Rücken zu kehren.
Jeder Mensch kann glauben, was er/sie glauben möchte, aber bitte ohne staatliche Zuschüsse. Dass nur ein Bruchteil der Kirchensteuer für soziale Zwecke genutzt wird, ist längst kein Geheimnis mehr. Aber selbst wenn ich mich dazu entschieden habe, konfessionslos zu leben, zahle ich kräftig mit. Allein für den zurückliegenden Kirchentag hat die Stadt Hamburg 7,5 Mio. Euro ( = 40 % des Gesamtbetrages) gezahlt – von Steuergeldern! Mittlerweile sind knapp 40 % aller in Deutschland lebenden BürgerInnen konfessionsfrei (37,6 %) bzw. gehören anderen Religionen an (2,1 %) (Stand: 2011 / Quelle: Statistisches Bundesamt). Selbst die konservative Zeitung WELT hat einen kritischen Bericht mit dem Titel »Was der Kirchentag wirklich kostet« veröffentlicht.
Jährlich werden die Staatskirchen Deutschlands mit 14 Milliarden Euro subventioniert. Diese und weitere unglaubliche Fakten werden auf der Website »Kirche einsparen« dargestellt. Leider denken noch immer viele Menschen, sie täten Gutes, wenn sie Kirchensteuer zahlten, da das Geld für soziale Zwecke eingesetzt würde. In Wahrheit wird nur ein Bruchteil hierfür von der Kirche genutzt (ca. 8–10 %). Zwischen 60 und 70 % der Steuer fließen in Personalkosten kirchlicher Einrichtungen ein.
Mit einem Kirchenaustritt kann man das Geld, das ansonsten als Kirchensteuer eingezogen worden wäre, direkt als Spende für einen guten Zweck ihrer/seiner Wahl einsetzen. -
Wie Schweinchen die Welt erkunden …
Am 5. April wird die Häkeloma 98. Wer will, kann ihr eine Postkarte schreiben.
Seit 2002 haben wir 13.792 haekelschweine übers Internet verkauft. Rechnet man die örtlich verkauften in den Jahren davor hinzu, hat die Oma insgesamt rund 15.000 Schweine gehäkelt. Die Wolle entspricht einer Fadenlänge von Oldenburg bis Köln. Wohin die Schweinchen gingen, zeigt unsere Statistik.
Der Schweinchenverkauf ruht, da sich die Oma den Arm gebrochen hat. […]
So beginnt der Blogeintrag der Seite Häkelschweine.de vom 17.03.2013. Eine sehr unterhaltsame Internetseite, auf die mich eine Kollegin aufmerksam gemacht hat.
Alles begann damit, dass der Enkel einer damals noch 97-jährigen Dame aus Hude im Landkreis Oldenburg ein Häkelschweinchen von einem Basar mitbrachte, das in den Augen der Großmutter handarbeitlich verbesserungswürdig erschien. Die Anfertigung weiterer Exemplare brachte den Enkel auf die Idee, ob man die Schweinchen nicht über das Internet verkaufen könne. Wie man sieht, hat es sich gelohnt. Der „Spiegel“ widmete dem „Internetphänomen“ einen Artikel mit dem Titel „Ein Phänomen namens Häkelschwein“. -
Gehäkelte Pilzköpfe, Teil 2
Nach dem Urlaub ist die Entscheidung gefallen: es wird ein Kissen. Als Rückseite ein knalliges Rot mit einem Hotelverschluss.
Die Arbeit hat sich gelohnt – die Freude war groß, als ich das Geschenk überreichte …






