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Private knitting
Warum sich dem Stress einer fremden Gruppe von Strickenden aussetzen? Ich bin generell ein soziophiler Mensch, hatte jedoch erhebliche Probleme bei meinem ersten und bislang einzigen Versuch, mich einer „fremden“ Gruppe von Strickerinnen anzuschließen (siehe Bericht). Einsam und allein saß ich abseits und stricke stumm an einem Ärmel, kam nach und nach mit einer Frau ins Gespräch, die mir gegenübersaß und von Zeit zu Zeit wie ich zu der Gruppe hinüberschaute, die danach aussah, als träfe sie sich bereits seit Jahren.
Kurzum, ich setzte den Wunsch um, selbst eine eigene kleine Gruppe zu gründen. Nach ersten positiven Bekundungen setzte ich ein Doodle auf, einmal im Monat, Wirkungsstätte jeweils reihum. Gestern trafen wir uns nun – zwar in kleiner Runde, aber sehr nett, mit viel Erfahrungsaustausch und Sympathiebekundungen, sich bald wieder zu treffen. Auch das Stricklevel war repräsentativ: von blutiger Anfängerin bis erfahrener Strickerin war alles dabei!
Nächsten Monat wagen wir es wieder. Mal sehen, wer sich alles aus seinen Löchern wagt …
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Mein erster Männerpullover
Auch wenn der Liebste sich seit Jahren dagegen wehrt, von mir bestrickt zu werden, überkam es mich letztes Jahr und ich bestellte wild Wolle für ein schlichtes, maritim angehauchtes Modell aus echter Schurwolle.
Obendrein ist der Herr etwas empfindlich mit kratziger Wolle am Hals, was die Sache nicht einfacher macht. Aus einem besinnlichen Strickanfang und dem Gedanken, den Pullover zum Geburtstag im November fertigzustellen wurde eine Last-Minute-Marathon-Aktion vier Tage vor Weihnachten: Vorderteil, Ärmel und Kragen in viereinhalb Tagen (letzter Stich um 12 Uhr am 24. Dezember). Leichte Krämpfe in den Händen, aber ansonsten tapfer und ohne weitere Beschwerden durchgehalten (auch dank zweier unterhaltsamer Hörbücher von Ingrid Noll und Irene Dische). Noch zu erwähnen ist, dass am vorletzten Tag die rote Wolle auf die letzten drei (!) Reihen ausging und ich um 19.30 Uhr im Schweinsgalopp bei Karstadt noch Ersatzwolle erstehen musste (Regia-Garn macht es möglich).Seitens des Beschenkten gab es dunkle Vorahnungen (Stricknadelgeklapper lässt sich nicht immer übertönen), es folgten beim Auspacken warme Worte und bereits zweimales Tragen. Bei der ersten Anprobe stellte sich heraus, dass der Pullover etwas zu breit geraten war. Da meinem Liebsten jedoch eher immer zu warm als zu kalt ist, bietet es sich als gutes „Outdoor“-Kleidungsstück im Herbst an.
Um ein zweites Modell kommt er glaube ich nicht herum. Ich habe Feuer gefangen …
Zum Garn: 800 g reine Schurwolle von Junghans (s. Link) in den Farben marine, grau und rot, gestrickt mit Nadeln Nr. 5
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Meerschweinchenkäfig 2.0
Wenn die Hausbewohner es schön haben, sollen auch die Tiere nicht darben. So dachten wir es uns und bauten, nicht ganz ohne Eigennutz, einen neuen schönen Käfig für die drei Felldamen.
Perfekt an den neuen Standort angepasst, tritt der neue Käfig in einer L-Form in Erscheinung. Zuvor ein langer Schlauch, der zwar eine größere Rennstrecke hatte, aber die Tiere daran hinderte, sich aus dem Weg zu gehen, hat der Käfig, obgleich er kleiner wird, nun eine Flächenvergrößerung von 0,18 qm. Mit insgesamt 1,32 qm für drei Tiere nähern wir uns dem Ideal einer empfohlenen Fläche (0,5 qm pro Tier).
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Klein, aber fein
Zum neuen Jahr gibt es einen neuen Couchtisch – bislang sind wir ohne ausgekommen, aber es hat doch einen gewissen Komfort, wenn man ein Glas oder Becher abstellen kann (oder auch die Füße).
Inspiriert durch das „Hartz-IV-Möbel“-Buch, das ich bereits in meinem Blog vorstellte, baute ich vor einiger Zeit aus Resten der Multiplex-Platte Birke, aus der auch die Badmöbel erstellt wurden, den Berliner Hocker nach. Nicht geschraubt, sondern schön gedübelt, einmal geölt und fertig. Da das Holz leider nicht mehr für zwei Exemplare reichte, habe ich für den zweiten Hocker lediglich eine U-Form gebaut, die man nun in den anderen Hocker hineinschieben kann und ihn zur Hälfte verdeckt.Eine tolle Inspiration und bestimmt erweiterbar …
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Geschenke-Laufsteg
Ihr Lieben,
ich hoffe, ihr hattet alle schöne Weihnachten mit vielen kreativen Geschenken. Ich war ebenfalls fleißig und hatte deshalb wenig Zeit, mich an dieser Stelle zu melden. Es sollte auch alles schön geheim bleiben, denn die Gefahr besteht ja immer, dass die noch-nicht-Beschenkten gerade dann auf meinen Blog schauen, wenn es noch gar nicht soweit ist.Nun sind alle Festlichkeiten vorüber und ich präsentiere meine selbstgenähten Geschenke:
Brotkorb
Die Anleitung für diese bunten, flauschigen Brotkörbe stammt aus dem LivingAtHome-Blog. Aus jeweils zwei Oberstoff-, Futter- und Vliesteilen sind sie relativ schnell genäht. Wer keine Brötchen hineinlegen möchte, kann sie auch für andere Zwecke nutzen.

aus Living At Home





