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Langer Streifenpulli

Pünktlich zur kälteren Jahreszeit habe ich meinen Pullover fertiggestellt. Begonnen habe ich im Sommer, vielleicht erinnert ihr euch an das sonnenbestrahlte Strickstück.

Es hat sich doch etwas hingezogen, bei glatt rechts Stricken langweile ich mich ja bekanntlich schnell (auch der Farbwechsel hat mich nicht wirklich geflasht), außerdem habe ich gerade mal wieder viele Woll- und Stoffeisen im „Feuer“, so dass ich je nach Laune hin- und herswitsche, und die Projekte jeweils länger dauern als gedacht. Keine Angst, das wird wieder ruhiger und geordneter :)

Der Pulli trägt sich gut, der Schnitt kommt zur Geltung. Die Wolle ist etwas kratziger, als ich es gewohnt bin, aber das kann man bei dem Preis und der Zusammensetzung auch nicht wirklich erwarten. Für die Temperaturen unter 5 Grad ist er fast schon ein bisschen kalt wegen der halben Ärmel, aber in den Herbst- und Frühlingsmonaten ist er gut zu tragen.

Streifen bringen Glück

Das stimmt wahrscheinlich gar nicht, aber mich machen Streifen glücklich. Deshalb trage ich sie gerne selbst und fertige gerne selbige Kleidungsstücke für andere Menschen an.

Die Tochter meiner Freundin wurde vor wenigen Tagen 2 Jahre alt. Ich zerbrach mir den Kopf, was ich ihr schenken könne und habe mich letztendlich für einen relativ einfachen Raglan-Pullover entschieden. Relativ deshalb, weil er in zwei Farben gestrickt ist und die in Runden gestrickten Ärmel mit dem Körper zusammengeführt werden, was in den ersten Runden Krämpfe in den Händen bedeutet, da sich das Strickstück unheimlich gegen die Rundnadel wehrt. Das Original wird mit DROPS-Garn gestrickt. Ich habe das Garn ONLINE, Qualität „Starwool“ Ll 125 m/50 g in dunkelblau und türkis gewählt, das eine fast identische Maschenprobe hat und sich wunderbar stricken lässt. Die Wollmenge in der Anleitung ist sehr großzügig kalkuliert – ich hatte am Ende noch 2 1/2 Knäule in dunkelblau übrig. Auch das türkisfarbene Garn hat gut gereicht, obwohl ich mehr Streifen gearbeitet habe als auf dem Bild der Anleitung zu sehen ist (hier hat die Bloggerin jede fünfte, und nicht wie angegeben jede vierte Runde, andersfarbig gestrickt).

Heute wird der Pullover verpackt und geht auf Reisen …

Ringelpullover Ringelpullover(2)

Mein erster Männerpullover

Auch wenn der Liebste sich seit Jahren dagegen wehrt, von mir bestrickt zu werden, überkam es mich letztes Jahr und ich bestellte wild Wolle für ein schlichtes, maritim angehauchtes Modell aus echter Schurwolle.
Obendrein ist der Herr etwas empfindlich mit kratziger Wolle am Hals, was die Sache nicht einfacher macht. Aus einem besinnlichen Strickanfang und dem Gedanken, den Pullover zum Geburtstag im November fertigzustellen wurde eine Last-Minute-Marathon-Aktion vier Tage vor Weihnachten: Vorderteil, Ärmel und Kragen in viereinhalb Tagen (letzter Stich um 12 Uhr am 24. Dezember). Leichte Krämpfe in den Händen, aber ansonsten tapfer und ohne weitere Beschwerden durchgehalten (auch dank zweier unterhaltsamer Hörbücher von Ingrid Noll und Irene Dische). Noch zu erwähnen ist, dass am vorletzten Tag die rote Wolle auf die letzten drei (!) Reihen ausging und ich um 19.30 Uhr im Schweinsgalopp bei Karstadt noch Ersatzwolle erstehen musste (Regia-Garn macht es möglich).

Seitens des Beschenkten gab es dunkle Vorahnungen (Stricknadelgeklapper lässt sich nicht immer übertönen), es folgten beim Auspacken warme Worte und bereits zweimales Tragen. Bei der ersten Anprobe stellte sich heraus, dass der Pullover etwas zu breit geraten war. Da meinem Liebsten jedoch eher immer zu warm als zu kalt ist, bietet es sich als gutes „Outdoor“-Kleidungsstück im Herbst an.

Um ein zweites Modell kommt er glaube ich nicht herum. Ich habe Feuer gefangen …

Zum Garn: 800 g reine Schurwolle von Junghans (s. Link) in den Farben marine, grau und rot, gestrickt mit Nadeln Nr. 5