Nähprojekte im Herbst/Winter

Es ist fast Winter und ich nähere mich in mehreren Etappen meinen aktuellen Nähprojekten.

Kastenjacke

Das Desaster des verschwundenen Ärmels ist behoben. Ich konnte das Heft in den Bücherhallen erstehen und kann mich nun damit trösten, dass der Fehler nicht an mir, sondern am Hersteller lag, der den falschen Bogen angegeben hat, aus dem man die Teile herauskopieren sollte.

aus: burda easy HW 2016

Das Ausschneiden des doppellagigen dicken Jacquard-Stoffs führte zu leichten Krämpfen in der Hand, die die Zickzackschere hielt. Zudem fusselte das Material extrem, so dass der Tisch hinterher aussah, als hätte ich mit einem Fellwesen gerungen.
Der Schnitt ist nicht kompliziert, das Zusammenfügen der Teile ebenso nicht. Und doch fand ich, dass die Dicke des Stoffes die Arbeit erheblich erschwerte. So ist mir leider nicht gelungen, die Schulternähte Naht auf Naht zu vernähen, zumal ich am Beleg noch ein ganzes Stück wegnehmen musste, da die Teile von der Länge her überhaupt nicht aufeinanderpassten.


Über den Stand des Materials muss ich mir keine Gedanken machen – der ist definitiv da. Die Jacke ist sehr oversize, ich weiß noch nicht, ob ich das wirklich in der Kombination so mag. Durch das Muster haftet ihr auch etwas Kimonoartiges an. Letzte Schritte sind noch zu tätigen: die Säume müssen mit Hand festgenäht und die Druckknöpfe gesetzt werden. Ich werde noch etwas daran herumprobieren, bis ich mich mit ihr aus dem Haus traue.

Haremshose

Für die Haremshose aus Jersey habe ich mir zu den anderen kürzlich erworbenen Utensilien wie Schneidebrett, Zwillingsnadel etc. nun noch einen schmalen Rollschneider gekauft (Durchmesser: 28 mm). Der wird immer empfohlen, da jedes Anheben des Stoffes beim Zuschnitt zu Verschiebungen führen könne. Das Resultat war sehr zufriedenstellend. Auch mein Kreidemarkierer mit Rollrädchen schnurrt wie eine Eins.

aus: burda easy HW 2016

Was mir nun noch zu meinem Glück fehlt, ist eine Jerseynadel. Sie soll verhindern, dass im Stoff größere Löcher entstehen, da die Nadel leicht abgerundet ist und somit besser durch das Gewebe gleitet. Leider stand ich nun schon zweimal vor verschlossener Tür meines Nähgeschäftes, so dass die Teile meiner Hose noch immer fein säuberlich über meiner Stuhllehne hängen und auf das Zusammennähen warten, was hoffentlich demnächst passieren wird.


Derweile tröste ich mich damit, dass die Verzögerungen mir die Gelegenheit bieten, weitere wertvolle Tipps zu sammeln, die mir das Nähen erleichtern und meine Nähergebnisse besser aussehen lassen.

 

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