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Run, pig, run
Wer auf der Suche nach ansprechenden Freilaufgehegen für Kleintiere unterwegs ist, scheitert kläglich: zu klein, nur Draht (oben offen) und/oder unbezahlbar. Manch einer beißt wahrscheinlich in den saueren Apfel und kauft ein solches Modell, da für das Selberbauen keine Zeit und Energie übrig ist.
Ich habe ebenfalls lange überlegt, mich aber dann dazu entschieden, selbst zu bauen und mich entsprechend letzten Sonntag aufgerafft, in die Werkstatt zu fahren und loszulegen. Das Material hatte ich zwei Wochen zuvor eingekauft: Fichte-Leisten in 2500 x 44 x 24 mm (Kiefer war doppelt so teuer) plus Maschendraht für Vogelkäfige (fester und breitmaschiger als für Kaninchenkäfige). Der Käfig soll die Außenmaße 1500 x 1000 x 500 mm haben und wird mit Hilfe von Rahmenteilen gebaut, wobei die längeren Elemente durch eine zusätzliche Mittelstrebe verstärkt werden. Als Deckel dient ebenfalls ein Rahmenelement mit mehreren Streben, ebenfalls mit Maschendraht versehen.
Das ist das Ergebnis meines Werkstatt-Besuchs. Die Rahmenteile sind fertig. Nun muss noch der Draht mit Krampen befestigt werden und ich muss mir noch überlegen, wie ich die Rahmenteile verbinde (fest, zum Stecken etc.). -
By the time we got to Woodstock, we were half a million strong, and everywhere there was song and celebration. (Crosby, Stills, Nash & Young „Woodstock“)
Das Motiv ist fertiggestickt, nur der Schlag fehlt noch. Insgesamt habe ich wesentlich kürzer gebraucht als gedacht. Beschwingt hat mich die Musik von Crosby, Stills, Nash & Young, von denen auch der obige Liedtext stammt. Eine Schande, dass ich so spät geboren bin, um all das live mitbekommen zu haben, aber man kann es sich leider nicht aussuchen.
Mein bunter Sommer kann kommen …
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Sie ist fertig …
Letztes Wochenende war ich sehr fleißig und habe unter anderem meine Hose endlich (!) fertiggenäht. Was fehlte noch? Der Knopf und der Saum. Ein Grund, warum es so lange gedauert hat: den Saum per Hand nähen, damit man die Naht möglichst nicht sieht. War gar nicht so schlimm, wie ich dachte, aber hat natürlich etwas länger gedauert.
Wunderschön finde ich meine erste Hose mit Taschen! Der hohe Schnitt lässt sich wunderbar mit Blusen kombinieren, die aus den regulären Hüfthosen häufig herausrutschen. Sie fällt bzw. steht gut (hat nur einen geringen Anteil an Elastan), sitzt perfekt und ist lang genug!Das Modell ist edler ausgefallen als ursprünglich geplant, das nächste wird etwas hippiger. Einen schönen Patchworkstoff hatte ich leider nicht gefunden, aber mir schwebt schon etwas Rotes vor …
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Ein Traum für alle frankophilen Retros
Das Magazin „100 idées“ bzw. „100 Ideen“ ist eine exzellente DIY-Zeitschrift der 70er aus Frankreich, und wurde leider eingestellt wegen zu geringer Nachfrage. Die Nachbarin meiner Eltern hatte fast alle Exemplare und hat mir auch einige überlassen. Kürzlich bin ich auf das Blog „Tricots et cuisine de 100 idées“ gestoßen, in dem eine Französin fast die kompletten Jahrgänge mit gescannten Artikeln und Anleitungen zur Verfügung stellt! Ein absoluter Stöbergenuss für alle handarbeitlich und handwerklich interessierten Menschen!
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Sticken à la Sixties
Eine uralte Anleitung, die ich damals als 13-jährige toll fand, sie mit Anfang 20 das erste Mal umsetzte und mich jetzt an ein zweites Motiv traue.
Damals stellte eine Studentin ihre großflächigen Stickereien von MusikerInnen der 60er und 70er Jahre in der BRIGITTE vor, darunter Jimi Hendrix, Janis Joplin, Led Zeppelin. Ich traute mich an ein Janis-Bild in schwarz-weiß heran, konnte die Hose ewige Zeit nicht tragen, da sich die Arbeit hinzog. Dem habe ich nun vorgebeugt: für das zweite Motiv habe ich eine Alternativ-Hose, die ich tragen kann und muss mich nicht unnötig hetzen (denn die freie Zeit ist knapper als mit Anfang 20). Geplant ist das Lable des Woodstock-Poster, die Taube auf der Gitarre. Vielleicht nähe ich mir noch einen Jeans-Schlag in die Hose, ich weiß noch nicht.
Die Idee ist recht einfach, sie erfordert nur wie gesagt Zeit und Muße. Mittels einer Schablone wird das gewünschte Bild auf das Kleidungsstück übertragen, störende Nähte evtl. aufgetrennt, und dann die Flächen in Perlgarn mit Plattstich gefüllt.
Janis hat im Laufe der Jahre schon zweimal ihre Heimat gewechselt: ein Umzug war nötig, da die Hose zu eng wurde, beim zweiten Mal hatte ich keine Lust mehr auf die Hose und sie wechselte zu ihrem jetzigen und letzten Platz, eine kurzen Hose, deren Beine ich umgenäht habe. Mehrmaliges Waschen konnte der Stickerei nichts anhaben.
Also, habt keine Angst und greift zur Nadel!


