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Zitronen und Gänseblümchen
Dieser Beitrag ist mal wieder zwei Werken aus früheren Zeiten gewidmet.
Es handelt sich um zwei Tischdecken, die ich meiner Mutter damals im Alter von ca. 14 Jahren zum Geburtstag bzw. Weihnachten schenkte. Beide Ideen stammen aus „BRIGITTE kreativ“-Heften Anfang der 90er.
Beide Decken sind aus weißem Baumwollstoff, mit Briefecken gearbeitet.
Für die Zitronendecke fertigte ich eine Schablone aus Pappe an, mit deren Hilfe ich dann Stofffarbe auftupfte: die Farben changieren zwischen gelb, grün und grau.
Die Gänseblümchendecke besteht aus gestickten Blumen. Zunächst wird die Blüte im Knötchenstich gestickt, dann die Blütenblätter mit einfachen Stichen. Zuletzt der Stiel im Stielstich.Falls ihr euch fragt, weshalb die Tischdecken noch so gut erhalten sind. Ganz einfach: meine Mutter hütet sie wie ihren Augapfel, deckt sie nur zu besonderen Anlässen an geschützten Stellen auf und hat sie – zumindest die Zitronendecke – noch nie gewaschen (aus Angst, die Farbe könne doch abgehen).
aus: BRIGITTE kreativ aus: BRIGITTE kreativ aus: BRIGITTE kreativ aus: BRIGITTE kreativ aus: BRIGITTE kreativ 11/92 aus: BRIGITTE kreativ 11/92 -
Der ganze Aufwand
… und dann doch wieder einen Schritt zurück.

An meinem Brückenurlaubstag habe ich einen Großeinkauf bei Karstadt in der Stoffeabteilung getätigt, kam voller Enthusiasmus nach Hause, um die Schnittmuster (die bereits ein längeres Dasein bei mir fristen) auf meinen neuen fancy Stoff aufzulegen, den ich mir eigens für den Schnitt einer Kastenjacke aus der burda easy 2/2016 gekauft habe. Um dann festzustellen, dass ich beim damaligen Ausschneiden der Schnittteile wohl vergessen habe, den Ärmel der Jacke mit auszuschneiden. Dafür hatte ich zwei andere Teile eines komplett anderen Kleidungsstückes. Und das Heft – liegt seit einigen Monaten im Altpapier :)
Zum Glück gibt es das Heft in den Bücherhallen, wo ich mir den fehlenden Ärmel nun besorgen kann. Für meinen Stoff und mein neues Equipment heißt es nun erstmal: WARTEN. Nächstes Wochenende ist Markt, und dann mal schauen, wie es mit meiner Zeit so aussieht. -
Rote Schätzchen
Mittlerweile lebe ich seit vier Jahren süderelbig und habe immer noch das Glück, auf schöne unbekannte Läden zu stoßen.
Es gibt nicht weit entfernt von meinem Zuhause einen kleinen, aber feinen Second-Hand-Laden, an dem ich bereits viele Male mit dem Auto vorbeigefahren bin, jedoch nie angehalten habe und ihn einfach mal betreten habe. Vor kurzem habe ich es nun einfach mal getan und war recht angetan.
Während eines Gesprächs mit der Ladeninhaberin stellte sich heraus, dass es das Geschäft bereits seit 35 Jahren gibt, was ich sehr beachtlich für den Standort finde. Die Dame widmet sich ausschließlich Kleidung und Objekten der 40er bis 60er Jahre und trifft damit natürlich voll meinen Geschmack.Bei der Kleidung wurde ich bei meinem ersten Besuch noch nicht fündig, aber bei den Einrichtungsgegenständen erstand ich eine schöne rote Vase und – ganz bezaubernd – ein rotes Nähetui für meine heimatlosen Nadeln und anderem Zubehör.
Ich bin sehr glücklich und freue mich bereits auf meinen nächsten Besuch! -
Ordnung am Wochenende
Das vorletzte Wochenende habe ich dafür genutzt, mal wieder etwas Ordnung in meine mittlerweile größere Sammlung an Strick-, Näh- und sonstigen Anleitungen zu bringen.
Mein Projekt vom letzten Jahr, die Strickmaschine einzuweihen, werde ich nun ad acta legen. Die dazugehörigen Strickhefte habe ich ebenfalls durchgeschaut und auf Brauchbarkeit (und Machbarkeit) getestet. Von diversen Heften der Jahrgänge 1955-1957 sind nun drei Vorlagen übriggeblieben, von allen anderen habe ich mich rigoros getrennt.
Des Weiteren habe ich mich an meine „Fast-fertig“- und „Muss-noch-geändert-werden“-Projekte gemacht.
Erstens: die Ärmel meines verunglückten T-Shirt abschneiden und neue Ärmelbündchen annähen. Hat gut funktioniert. Es wird wohl trotzdem nicht mein Lieblings-T-Shirt, sieht nun aber besser aus. Ich bin zufrieden.

neue Ärmelbündchen 
T-Shirt mit kurzen Ärmeln Zweitens (ohne Foto): meine Jeans im Siebziger-Stil bearbeitet, indem ich den Saum aufgetrennt habe und das Bein um ca. 3 cm verlängert habe. Noch immer nicht super, aber besser als vorher.
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Das Eibrot am Morgen
… fand meine Kollegin vor, allerdings kein Echtes, das kam später aus dem Bistro.
Die Zimmerkolleginnen planten zum Geburtstag besagter Kollegin, einen Geschenkgutschein für das Bistro im Haus zu schenken, das ein leckeres Sortiment an kleinen Speisen bereithält, auch das begehrte Eibrot. Da wir vor unseren Urlauben ins Gespräch über das Anfertigen kleiner Häkelfiguren kamen (neben anderen Themen wie Gleichberechtigung, Innovationsgedanken jüngerer KollegInnen etc., über die wir uns ebenfalls gut austauschen können), brachte ich die Idee auf, etwas Wolliges dazu zu schenken,
Gesagt, getan — neben gelber Wolle, die ich für eine Mütze erstand (hiervon später), kaufte ich noch eine braune und eine weiße Wolle und häkelte im sonnigen Herbstlicht auf meinem Balkon.
Ein wenig Papierschnittlauch sorgte für den letzten Schliff. Einige KollegInnen ließen sich täuschen.










