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Wochenendprojekte

Am letzten Sonntag war nach einem Wochenendausflug noch ein wenig Zeit für meine Stoffzuschnitte, die unter meinem Schreibtisch bereits langsam Staub ansetzten.

Zum einen hatte ich bereits seit längerem vor, den vor zwei Jahren genähten Türstopper-Prototyp durch ein neues Modell aus dunklerem Stoff auszutauschen, da die grün-weißen Streifen mich immer daran erinnern, dass der Boden mal wieder gewischt werden müsste. Glücklicherweise hatte ich noch Reste meines Hollandmarkt-Stoffes mit dem interessanten geometrischen Muster, den ich zum größten Teil für Sets und Servietten verwendet habe.

Zum zweiten gab es wieder Nachwuchs im Freundeskreis und ich plante, eine Baby-Pumphose aus meinen Jersey-Resten zu nähen. Das einzige, was fehlte, war Bündchenstoff, was dazu führte, dass ich dann doch mit einer Verspätung mit vier Wochen erst mit dem Nähen begann. Hoffentlich passt dem Kleinen die Hose noch :)

Die Anleitung für die Hose stammt aus dem Blog „lbystes“, die Texte sind recht ausführlich, das Nähen geht recht zügig. Einzig fummelig ist das Einfügen der (recht engen) Bündchen in die (recht weiten) Öffnungen. Als Hosenstoff entschied mich für den gelben Stoff mit Punkten, aus dem ich ein T-Shirt genäht habe, dazu ein Bündchenstoff schwarz-weiß gestreift.

Sonnenenergie

Die letzten Sonnenstrahlen des Sommers scheinen mir einen kreativen Schub gegeben zu haben. Hinter den Kulissen war ich fleißig dabei, lange liegengelassene Schnitte aus Schnittmusterbögen herauszukopieren (u.a. eine Hose aus der burda und einen Rock von schnittchen.com). Den Stoff muss ich noch besorgen, aber der erste Schritt ist geschafft. Des Weiteren habe ich von meiner lieben Kollegin einen Handstrickapparat vermacht bekommen, den ich vor einiger Zeit beim jährlichen Gruppengrillen mit dem Auto abgeholt habe. Eigentlich habe ich keine wirkliche Verwendung, weil ich das Stricken mit der Hand als sehr meditativ empfinde, aber es juckte mir in den Fingern, ein solches Gerät einmal auszuprobieren – noch dazu ist es ein Original aus den 50ern, inklusive Strickheften von 1956-1958. Welch eine Schande, es wegzugeben (es sollte auf den Sperrmüll)!

Wahrscheinlich werde ich ein Winterprojekt daraus machen und solange muss der kleine Apparat noch einmal verpackt in den Keller.

Handstrickapparat
Startschuss für meine Nähaktionen waren unsere zufallenden Altbautüren. In meinem LOTTA-Buch („Einfach nähen mit Lotta“) entdeckte ich eine vergessene Anleitung für einen Türstopper, der mir gut gefiel. Zunächst nähte ich einen Prototyp, was sich als gut herausstellte, den die angegebene Füllmenge von 2,5 kg Reis fiel für mein Objekt als zu gering aus. Selbst nach 3 kg Reis war noch gut Luft unter dem Henkel, was zur Folge hatte, dass der obere Teil des Säckchens beim Anheben jedesmal seine Form verlor. Zudem sollte es ein besonderer Stoff sein – kein gewöhnlicher von IKEA bzw. von der Stange. Beim idee-Markt ergatterte ich zwei Patchworkstoffe, die etwas fester als gewöhnliche Baumwollstoffe sind. Als Füllung verwendete ich diesmal Bohnen, von denen ich mir aufgrund ihres Volumens mehr versprach (leider blieb auch hier noch recht viel Platz im Säckchen), und füllte den oberen Bereich mit Füllwatte aus.

Bei den Näharbeiten stieß ich auf einen Zuschnitt für eine Wendetasche, die ich bereits dreimal für Freundinnen genäht hatte, aber bislang nicht für mich selbst. Der letzte Entwurf gefiel mir so gut, dass ich ihn nun selbst für mich umgesetzt habe. Bemerkenswert ist auch, dass ich es bei diesem Exemplar auf Anhieb geschafft habe, die Träger richtig zusammenzunähen (running gag) :)

Die Nähmaschine surrte vor sich hin, ich war im Rausch, und fertigte gleich noch ein Brillenetui, um den schönen Pilzstoff in einem anderen Licht zu sehen und dem Geldgeschenk der Tante des Liebsten noch eine kleine persönliche Note zu geben. Sollte ich mir glatt selbst noch einmal nähen …