Aus dem Leben

alles, das kreativ ist und sich nicht die anderen kategorien einfügen lässt

  • Aus dem Leben

    Sie surrt und schnurrt …

    Dieser Blog-Beitrag verdient eigentlich den ersten Platz im neuen Jahr, aber der Pullover war schneller.

    Einen Tag vor Ende des neuen Jahres habe ich mir nach langer Zeit des Harrens endlich eine neue Maschine gekauft bzw. bestellt, weil sie nicht originalverpackt im Laden stand. Einige Wochen zuvor hatte ich meine alte Maschine meiner Mutter überlassen, die sie ab und zu für Gardinen- und Tischdeckennäharbeiten benötigt. Die Entscheidung, mir ein neueres Modell zu kaufen, reifte immer mehr mit der Zeit, zumal ich mittlerweile verschiedene Stoffarten vernähe und überwiegend Kleidung anfertige. Bei meiner Schwiegermutter hatte ich die neue Maschine bereits für das Anfertigen des Kleides ausprobieren dürfen und konnte somit in den Laden marschieren, auf das Modell zeigen und sagen: die hätte ich gerne! Am 2. Januar habe ich meine neue Nähmaschine abgeholt, wegen Urlaubstresses stand sie jedoch noch zwei Nächte im Wohnzimmer und wurde erst dann eingeweiht. Ist sie nicht schön? Mit Stofftransport, Geschwindigkeitseinstellung und irre vielen Strechstichen. Randnotiz: mein Liebster wird die maschinengewehrartigen Sounds alias Rambo meiner alten Nähmaschine noch vermissen.

  • Aus dem Leben,  Wolliges

    Über-die-Jahre-Bilanz

    Statt einer Jahresbilanz habe ich mal errechnet, wie viele Kleidungsstücke ich über die Jahre hinweg gestrickt habe. Meine Blogeinträge seit 2011 waren mir eine große Hilfe, es werden bestimmt noch einige mehr sein, da ich schon lange stricke und mich nicht mehr an alles erinnern kann, was ich jemals fabriziert habe.

    Hier nun mein stolzes Ergebnis:

    21 Pullover (davon drei Männer- und drei Baby-/Kinderpullover)
    sechs Jacken
    zehn Paar Socken
    zehn Mützen
    mehrere Schals
    drei Pullunder
    drei Paar Baby-Schuhe
    zwei Paar Fäustlinge
    vier Paar Stulpen mit Zopfmuster
    vier Boleros

    Mit ungetrübter Freude geht es weiter im Jahr 2020. Kommt alle gut hinein und bleibt mir gewogen.

  • Aus dem Leben,  Wolliges

    Aufgeribbelt

    Derzeit habe ich den Eindruck, dass ich selten ein Strickstück in einem Rutsch fertig bekomme, sondern viel am Ribbeln bin. Dafür gibt es diverse Gründe.

    Wenn die Maschenprobe nicht stimmt, stimmen auch die Endmaße nicht. In der Regel erstelle ich Maschenproben, bei Originalgarn und seriöser Anleitung habe ich jedoch schon verzichtet – böser Fehler!
    In der Vergangenheit kam es auch schon öfter vor, dass ich Ersatzgarn statt des Originalgarns verwendet habe. In früheren Zeiten konnte ich mir Originalgarne häufig nicht leisten, bei manchen sehe ich es auch heute nicht ein, derart viel Geld auszugeben. Ersatzgarne sind allerdings immer risikobehaftet, da selbst bei identischer Lauflänge und Maschenprobe das Ergbnis anders aussehen kann als erwartet. Bei mir ist es schon ein paar Male gut gegangen, aber seit einigen Jahren stricke ich lieber mit Originalgarnen, sofern ich sie bekommen kann (hier ist die Maschenprobe unverzichtbar!).
    Worauf leider niemand Einfluss hat beim Stricken sind schlechte Anleitungen. Sie zeichnen sich durch unkorrekte Angaben von Wollmengen aus (üblicherweise zu knapp), Maße weichen ab und/oder es gibt Fehler in den Berechnungen bei Ab- und Zunahmen.

    Letzteres ist wirklich ärgerlich, da ich trotz Originalgarn, korrekter Nadelstärke und vorab angefertigter Maschenprobe nicht zum gewünschten Ergebnis komme.

    Bei meinem derzeitigen Pullover aus Silk Mohair hatte ich auf die Maschenprobe verzichtet (durch das edle Originalgarn wiegte ich mich in Sicherheit …). Ganz klar mein Fehler. Ergebnis: zu wenig Wolle für den Rumpf, der sehr sackartig um mich herumschlabberte. Also habe ich eine Nummer kleiner mit einer halben Nadelstärke kleiner gestrickt. Nun sieht der Rumpf gut aus, allerdings ist die Gesamtlänge auch hier nur mit ein wenig (mehr) Ziehen bzw. Spannen im Anschluss zu erreichen. Für die kleinere Größe werden laut Anleitung insgesamt 25 Gramm weniger Wolle benötigt; obwohl mir aufgrund des Einkaufs für die größere Größe mehr Wolle zur Verfügung steht, reichte es doch nur sehr knapp. Großes Fragezeichen.

    Kein Anlass für eine Sinnkrise. Ein tröstender Rückblick zeigt mir, dass das Aufribbeln in der Vergangenheit in nunmehr sechs Fällen wahre Wunder wirkte:

    Einzig die Verwandlung des einst krausgestrickten Riesenpullovers (tonnenschwer und sauteuer) zur abgespeckten Version (2012) war ohne Erfolg gekröhnt. That’s life!

  • Aus dem Leben,  Holziges

    Birkenfurnier

    Das erste Lehrjahr meiner Tischlerausbildung absolvierte ich damals im Rahmen eines Berufsgrundbildungsjahres, wie es in Niedersachsen üblich ist. Der Unterricht findet an einer Berufsschule statt und enthält Theorie- und Praxisanteile. Erst im zweiten Lehrjahr gehen die Lehrlinge in die Betriebe, was den Vorteil hat, dass sie ihr erlerntes Wissen anwenden können, u.a. haben sie ihren ersten Maschinenschein und beherrschen alle klassischen Holzverbindungen.

    Aus dieser Zeit des ersten Lehrjahres stammen zahlreiche Arbeitsproben und kleine Werkstücke. Einige von ihnen existieren mittlerweile nicht mehr, aber andere begleiten mich mittlerweile fast zwanzig Jahre.
    Darunter ein Tablett aus Birke: die ersten Fingerzinken, Griffbohrungen, eingenuteter (furnierter) Boden. Wie gesagt: ein bisschen in die Jahre gekommen, aber noch immer am Wochenende im Einsatz, um die Frühstücksutensilien von A nach B zu bekommen.

  • Aus dem Leben

    Once upon a time … in 1969

    40 Jahre alt werden und gleichzeitig das 50ste Jubiläum des Jahres 1969 feiern – das geht!

    Die Gäste erschienen zeitgemäß gekleidet, es wurde aus stilechten Gläsern getrunken, dazu klassische Schnittchen von kalten Platten verzehrt.

    Inspirationen lieferte dieses Kochbuch über die kalte Küche aus dem Jahr 1963: