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Nähprojekte im Herbst/Winter

Es ist fast Winter und ich nähere mich in mehreren Etappen meinen aktuellen Nähprojekten.

Kastenjacke

Das Desaster des verschwundenen Ärmels ist behoben. Ich konnte das Heft in den Bücherhallen erstehen und kann mich nun damit trösten, dass der Fehler nicht an mir, sondern am Hersteller lag, der den falschen Bogen angegeben hat, aus dem man die Teile herauskopieren sollte.

aus: burda easy HW 2016

Das Ausschneiden des doppellagigen dicken Jacquard-Stoffs führte zu leichten Krämpfen in der Hand, die die Zickzackschere hielt. Zudem fusselte das Material extrem, so dass der Tisch hinterher aussah, als hätte ich mit einem Fellwesen gerungen.
Der Schnitt ist nicht kompliziert, das Zusammenfügen der Teile ebenso nicht. Und doch fand ich, dass die Dicke des Stoffes die Arbeit erheblich erschwerte. So ist mir leider nicht gelungen, die Schulternähte Naht auf Naht zu vernähen, zumal ich am Beleg noch ein ganzes Stück wegnehmen musste, da die Teile von der Länge her überhaupt nicht aufeinanderpassten.


Über den Stand des Materials muss ich mir keine Gedanken machen – der ist definitiv da. Die Jacke ist sehr oversize, ich weiß noch nicht, ob ich das wirklich in der Kombination so mag. Durch das Muster haftet ihr auch etwas Kimonoartiges an. Letzte Schritte sind noch zu tätigen: die Säume müssen mit Hand festgenäht und die Druckknöpfe gesetzt werden. Ich werde noch etwas daran herumprobieren, bis ich mich mit ihr aus dem Haus traue. Nähprojekte im Herbst/Winter weiterlesen

Zitronen und Gänseblümchen

Dieser Beitrag ist mal wieder zwei Werken aus früheren Zeiten gewidmet, von denen ich eines in der Zeit der Vorbereitung zum letzten Markt kurz erwähnte.

Es handelt sich um zwei Tischdecken, die ich meiner Mutter damals im Alter von ca. 14 Jahren zum Geburtstag bzw. Weihnachten schenkte. Beide Ideen stammen aus „BRIGITTE kreativ“-Heften Anfang der 90er.
Beide Decken sind aus weißem Baumwollstoff, mit Briefecken gearbeitet.
Für die Zitronendecke fertigte ich eine Schablone aus Pappe an, mit deren Hilfe ich dann Stofffarbe auftupfte: die Farben changieren zwischen gelb, grün und grau.
Die Gänseblümchendecke besteht aus gestickten Blumen. Zunächst wird die Blüte im Knötchenstich gestickt, dann die Blütenblätter mit einfachen Stichen. Zuletzt der Stiel im Stielstich.

Falls ihr euch fragt, weshalb die Tischdecken noch so gut erhalten sind. Ganz einfach: meine Mutter hütet sie wie ihren Augapfel, deckt sie nur zu besonderen Anlässen an geschützten Stellen auf und hat sie – zumindest die Zitronendecke  – noch nie gewaschen (aus Angst, die Farbe könne doch abgehen).

Wahnsinn

Ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, Dinge, die mich an Kleidungsstücken stören, zeitnah zu beheben. Dies kann für Außenstehende manchmal leicht wahnsinnig wirken, da es manchmal damit einhergeht, Werke komplett wieder zu zerstören, bevor man sie neu erstellen kann.

In Dänemark hatte ich meinen im letzten Jahr fertiggestellten, recht aufwändigen, folkloristisch angehauchten Kurzarmpullover wieder mit dabei. Bereits bei der Fertigung wirkte er etwas zu groß. Ich musste mich damals zwischen den größen 36/38 und 40/42 entscheiden, und wählte die größere Größe. Überdies arbeitete ich mit einem Ersatzgarn, was in der Regel auch zu leichten Abweichungen führen kann.
Dieses Gefühl besserte sich nicht beim Tragen, schon gar nicht nach dem ersten Waschen, das mit einer zusätzlichen Weitung einherging.

Zu Hause angekommen, kramte ich die Anleitung hervor, checkte die Maße und andere Eckdaten wie Nadelstärke und Verbrauch, und entschloss dann kurzerhand, den Pullover noch einmal zu stricken, diesmal in Größe 36/38 und jeweils einer halben Nadelstärke kleiner.
Ich gehe dabei sukzessive vor, indem ich zunächst das Rückenteil aufgeribbelt habe, mir die einzelnen Knäule in der richtigen Reihenfolge zurecht gelegt habe, damit ich nicht am Ende diverse Knäule habe, die ich später nicht mehr zuordnen kann.

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Das Rückenteil ist nun fertiggestellt (rechts), im Vergleich das noch bestehende alte Vorderteil (links). Man kann den Größenunterschied ganz gut sehen (Spannen und Weiten durch Körperwärme nicht mit einberechnet).

Kurzarmpullover_alt_neu

Nun geht es an das Vorderteil. Dann werde ich, bevor ich mich an die Ärmel mache, das Stück probetragen. Und mich hoffentlich freuen.

Advent

Die Weihnachtszeit beginnt schon wieder. Obwohl es bereits einmal geschneit hat, ist mir noch gar nicht nach Weihnachten, aber das kommt in den letzten Jahren häufiger vor.

Obgleich es für mich so überraschend kommt, reagiere ich doch relativ schnell und arrangiere zusammen mit dem Liebsten ein paar wenige Dekoartikel. Den Adventskalender gibt es zwar dieses Jahr nur für eine Person im Haushalt und der Adventsbaum darf noch für ein weiteres Jahr ein Nickerchen im Keller halten, denn 2015 darf unsere langgehegte Zimmerpalme einmal das grüne Weihnachtsgewand darstellen. Dafür gibt es zwei Ilexe (in jedem großen Raum einer – wow!).

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