• Wolle

    Restemütze freestyle

    Der Sommer steht vor der Tür, und ich möchte euch gerne auf eine letzte Reise zu meinen winterlichen Strickerlebnissen nehmen, von denen ich noch nicht berichtet habe.

    Aus den Resten des Hindergenser wollte ich noch etwas Nützliches stricken und entschied mich für das Modell „Bäume“ der Designerin Cecilie Skog – eine Herrenmütze mit Tannenbaummuster. Da die Maschenprobe mit der des Pullovers identisch ist, strickte ich zunächst munter drauflos, wunderte mich jedoch nach einiger Zeit über den erstaunlich geringen Umfang.

    Die angegebenen 144 Maschen waren korrekt, ich hatte alles bedacht. Also begann ich nachzurechnen – und kam anhand der Angaben auf lediglich 40 Zentimeter (!), was mir für die Zielgruppe dann doch etwas klein erschien.

    Also improvisierte ich und startete einen zweiten Versuch mit 160 Maschen; das entspricht im Muster zwei zusätzlichen Bäumen à acht Maschen. Statt des vorgesehenen zehn Zentimeter breiten Bündchens arbeitete ich nur etwa viereinhalb Zentimeter, und auch den Musterabschnitt kürzte ich von 28 auf 15 Zentimeter.

    Bei den finalen Abnahmen reduzierte ich statt der angegebenen 36 Maschen insgesamt 40 Maschen und strickte anschließend in jeder zweiten Reihe wie folgt: zunächst jeweils die vierte und fünfte, dann die dritte und vierte, anschlißend die zweite und dritte und zuletzt immer zwei Maschen zusammen.

    Eine weitere Reise durch eine abenteuerliche Anleitung ist gemeistert. Die Mütze gehört nicht zu meinen Lieblingen – ursprünglich hatte ich sie als Geschenk für eine männliche Person gedacht – aber sie hat auf jeden Fall ihren Platz in meinen Kleiderschrank gefunden.