• Stoff

    Gefilzte Hühner zu Ostern

    Einmal im Jahr werden unsere kleinen gefilzten Freundinnen aus ihrem Kabuff geholt, um unsere Frühstückseier an Ostern zu wärmen.
    Die Idee habe ich vor Jahren in einer Zeitschrift entdeckt, habe die Vorlage aber selbst erstellt. Alle Teile werden aus einfachem Filz zugeschnitten (Vorder- und Rückenteil in weiß, Kamm in rot, Schnabel in gelb). Der Kamm wird beim Zusammennähen des Vorder- und Rückenteils eingefasst. Der Schnabel wird mit großen Stichen in dünnem Garn aufgenäht, dabei wird eine Schnabelöffnung angedeutet. Die Augen bestehen aus Knötchenstichen.
    Schöne Osterfeiertage für euch alle!

  • Wolle

    Her mit den Frühlingsklamotten …

    Die Sonne scheint, und so langsam traue ich mich, meine Wollkleidung gegen Baumwollkleidung einzutauschen. Vor allem welche mit 3/4-Arm oder kürzer.
    Von einem Modell, das ich vor einigen Jahren gestrickt habe, wollte ich mich schon des Öfteren trennen, aber das gute Zureden diverser Mitmenschen („Das steht dir so toll. So einen Pulli hätte ich auch gerne!“) hat mich immer wieder davon abgebracht. Nun denn. Da ich mich nun gegen das Entsorgen entschieden hatte, wollte ich ihn wenigstens noch mal „schön“ haben, sprich im Originalgarn und mit Originallänge. Ich hatte nämlich die Hoffnung, dass das Originalgarn wesentlich besser zu verarbeiten sein würde, als die Kuckuckswolle. Leider musste ich im letzten Dänemark-Urlaub feststellen, dass dem nicht so ist: ein sehr vielfädiges Garn, das leicht Schlaufen zieht, wenn man mit der Nadel nicht alles in einem Schwung mitbekommt. Und diese Schlaufen bleiben leider. Auch ist es nicht zu empfehlen, bei Dämmerlicht bzw. abends an dem Strickstück zu arbeiten. Obig beschriebene Probleme tauchen dann vermehrt auf. Für alle, die sich von diesen Erzählungen immer noch nicht entmutigen lassen: er sieht schön aus, wenn er fertig ist. Und ich habe es ja auch noch nicht aufgegeben. Der nächste (oder übernächste) Sommer kommt bestimmt …

    aus Rebecca Nr. 36, Modell 2
  • Holz

    Ästhetische Wohnaspekte bei Nagern

    Ja, auch unsere felligen Freundinnen und Freunde – die freundlichen Nagetiere in unserer Mitte – haben ein Blick für das Schöne. Deshalb war es für uns eine Selbstverständlichkeit, unseren kleinen Mitbewohnerinnen ein ästhetisch anmutendes Heim zu schaffen.

    Meerschweinchenkäfig aus Multiplex,            ca. 1900 x 600 mm Grundfläche
  • Wolle

    Strickjacke mit runder Kante

    Diese schöne Strickjacke habe ich vor ca. zwei Jahren gestrickt. Ein Frühlingsmodell aus der „Rebecca“ Nr. 45 aus einem Baumwoll-Polyacryl-Gemisch (Qualität „Samoa“). Sie hält schön warm, so dass man sie auch im Winter tragen kann.
    Das Zopfmuster ist sehr einfach zu stricken. Eine wirkliche Herausforderung stellte die Rundung der Kante dar. Die erste Reihe wird mit einem doppelten Faden gearbeitet (Originalgarn + andersfarbiger Faden). Der andersfarbige Faden wird später herausgezogen und die Maschen werden auf diese Weise aufgefangen. So die Theorie. In der Praxis konnte ich an jedem Fadenende ziehen und nichts passierte. Überdies besteht immer die Gefahr, dass auch Maschen der Vorreihe versehentlich aufgenommen werden. Unter lautem Fluchen und enormer Beherrschung, das Teil nicht in die nächste Ecke zu pfeffern, ist es mir irgendwann gelungen. Mit knapp 350 Maschen auf der Nadel ließen sich kaum noch Konturen einer Jacke erkennen. Ein großer Wust aus Wolle.

    Aber wie ihr seht, hat sich die Mühe gelohnt. Besonders schön finde ich an dem Modell die „krausen“ Streifen an Ärmeln und Kragen.

     

  • Wolle

    Wollig im doppelten Sinne

    Diese Hippie-Schaf-Dame hat sich aus der Gruppe „Arche Noah“ abgeseilt. Das Fell ist recht lang geraten, aber ein echter Befreiungsschlag für das Tier, um sich aus seinem christlich-konservativem Umfeld zu befreien. Von ihrem patriarchalen Schaf-Mann ganz zu schweigen …
    An dem kleinen Tier ist zwar wenig zu stricken, dafür aber umso mehr zu nähen, stopfen und modellieren. Und das Fell natürlich …
    Ich habe es an eine gute Freundin verschenkt, die Schafe liebt und der es manchmal gut tut, wenn sie sich von der Ruhe, die das Schaf verströmt, etwas abzapfen kann. Nun hat es bei ihr einen Platz auf der Fensterbank und kaut hoffentlich gemütlich vor sich hin.

    Ich muss jetzt los. Es warten noch einige Tiere auf ihre Befreiung …

    aus BRIGITTE 21/82, Wolle: Lana Grossa "Meilenweit"