• Wolle

    Wie Schweinchen die Welt erkunden …

    Am 5. April wird die Häkeloma 98. Wer will, kann ihr eine Postkarte schreiben.

    Seit 2002 haben wir 13.792 haekelschweine übers Internet verkauft. Rechnet man die örtlich verkauften in den Jahren davor hinzu, hat die Oma insgesamt rund 15.000 Schweine gehäkelt. Die Wolle entspricht einer Fadenlänge von Oldenburg bis Köln. Wohin die Schweinchen gingen, zeigt unsere Statistik.

    Der Schweinchenverkauf ruht, da sich die Oma den Arm gebrochen hat. […]

    So beginnt der Blogeintrag der Seite Häkelschweine.de vom 17.03.2013. Eine sehr unterhaltsame Internetseite, auf die mich eine Kollegin aufmerksam gemacht hat.
    Alles begann damit, dass der Enkel einer damals noch 97-jährigen Dame aus Hude im Landkreis Oldenburg ein Häkelschweinchen von einem Basar mitbrachte, das in den Augen der Großmutter handarbeitlich verbesserungswürdig erschien. Die Anfertigung weiterer Exemplare brachte den Enkel auf die Idee, ob man die Schweinchen nicht über das Internet verkaufen könne. Wie man sieht, hat es sich gelohnt. Der „Spiegel“ widmete dem „Internetphänomen“ einen Artikel mit dem Titel „Ein Phänomen namens Häkelschwein“.

  • Wolle

    Gehäkelte Pilzköpfe, Teil 2

    Nach dem Urlaub ist die Entscheidung gefallen: es wird ein Kissen. Als Rückseite ein knalliges Rot mit einem Hotelverschluss.
    Die Arbeit hat sich gelohnt – die Freude war groß, als ich das Geschenk überreichte …

    beatleskissenvorderseite

  • Wolle

    Gehäkelte Pilzköpfe

    Auch wenn ich schon lange Häkel-Erfahrungen habe, war ich überrascht, wie anspruchsvoll sich das Häkelprojekt gestaltete, das ich für den Geburtstag einer lieben Kollegin plante. Und zwar handelt es sich um das Nachhäkeln von Motiven. Man häkelt anhand eines Rasters, das durch die Verpixelung der Vorlage entsteht, nach. Gestoßen bin ich auf die Idee während meiner Motivsuche.
    Meine Kollegin ist Musikerin und großer Beatles-Fan und spielt seit einigen Jahren in einer Beatles-Revival-Band. Letztes Jahr hat sie von mir ein Frühstücksbrettchen in Form einer Gitarre bekommen, und für dieses Jahr habe ich mich für diese aufwendige Häkelarbeit entschieden. Die Frau in dem oben genannten Link hat das Bild der Pilzköpfe in 96 x 120 Stichen nachgehäkelt. Die Vorlage für dieses und andere Bilder sind auf der Seite Knitpro 2.0 erhältlich, wo man kostenlos Bilder hochladen und auf entsprechende Größen verpixeln lassen kann. Es wird sogar unterschieden, ob es sich um Strick-, Häkel- oder Stickvorlagen handelt.

    Für mein Projekt habe ich mit Wollresten begonnen. Da ich noch nicht häufig mit unterschiedlichen Farben gearbeitet habe, brauchte ich einige Zeit, um mich einzufinden. Zudem arbeite ich mit einer gängigen Häkelnadel in festen Maschen – die Frau aus dem Blog hat mit einer tunesischen Häkelnadel bzw. einer Häkelnadel vergleichbar mit einer Rundnadel beim Stricken gearbeitet. Dadurch werden die Stiche sauberer. Hinzu kommt, dass bei der Verpixelung auch Grautöne in verschiedenen Nuancen angezeigt werden, bei denen man sich jedes Mal entscheiden muss, ob man sie noch schwarz oder schon weiß häkelt.

    Hier sind erste Fotos vom Fertigungsprozess:

    BeatlesBeatles_backend

  • Holz

    Was lange währt …

    Wenn man schon etwas länger aus einem handwerklichen Beruf ausgestiegen ist, hat es Vorteile, wenn man Möbel oder andere Gegenstände für Menschen herstellt, die einem wohlgesonnen sind und in Kauf nehmen, dass alles etwas länger dauert.
    Im Folgenden handelt es sich um den Bau von zwei Badmöbel-Elementen, die ich vor ca. drei (!) Jahren den lieben Eltern meines Freundes zu Weihnachten schenkte. Ich verlor wohl damals etwas aus dem Blick, dass mir das einst routinierte Arbeiten nicht mehr so leicht von der Hand geht wie früher. Hinzu kamen äußere Widrigkeiten, z.B. ein kaputter Lastenaufzug beim Plattenliefern, zwei Operationen wegen eines Fahrradunfalls. Und zwischendurch fehlte es auch manchmal an Motivation.
    Aber nun ist alles vollbracht – fertiggestellt, geliefert und montiert:

    Standregal:

    Standregal

  • Aus dem Leben

    Häkelmützen-Hype

    Seit einiger Zeit begegnen einem an jeder Ecke diese einfach und in scheußlichen Farben gehäkelten Mützen. Im Speziellen meine ich die Werke der Marke „myboshi“. Ich finde Häkelmützen generell nicht schlimm, aber bei diesen genannten Modellen frage ich mich, was sie derart besonders macht, dass alle Welt sie kauft oder nachhäkelt. Vielleicht spielt es eine Rolle, dass zwei Männer sich der Handarbeit gewidmet haben. Da dies leider immer noch ein absolutes Highlight zu sein scheint und Frauen reihenweise zu begeistern sind, sobald ein Kerl die Nadel schwingt, ist der Weg zum Erfolg gesichert.
    Wenn die Produktidee zwei Frauen gehabt hätten, wäre der Erfolg nicht annähernd so groß gewesen – dessen bin ich mir ziemlich sicher.
    Nun denn, ich freue mich über handarbeitende Männer. Aber alles im Rahmen: wenn ich mich an die Kreissäge stelle oder die Hilti schwinge, erwarte ich auch nicht, dass die Männer reihenweise vor Ehrfurcht erstarren.