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	<title>Emanzipation</title>
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		<title>Schwestern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kora]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2019 14:13:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum heutigen Internationalen Frauentag wünsche ich allen Frauen auf dieser Welt, dass sie die Freiheit haben, über ihren Körper frei zu bestimmen sich ohne Angst im freien Raum bewegen können für ihre Arbeit gleich entlohnt werden wählen können, ob sie Kinder in die Welt setzen Bei uns im Betrieb wurden Rosen verteilt, am Frauen*streik hat keine Kollegin teilgenommen, auch ich nicht. Mit diesen Zeilen zeige ich meine Solidarität mit den vielen Frauen, die heute auf die Straße gehen. Ich teile ihren Unmut über die bestehenden Gesellschaftsstrukturen, die es Frauen noch immer nicht ermöglichen, die gleichen Rechte wie Männer zu haben. Den 8. März nehme ich zum Anlass, euch eine kleine Literaturliste zu präsentieren. Sie enthält Titel, die ich in den letzten 15 Jahren gelesen habe, teilweise habe ich sie bereits auf meinem Blog vorgestellt (mit Link versehen). Ehrhardt, Ute: Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin Ehrhardt, Ute: Und jeden Tag ein bisschen böser Grabrucker, Marianne: &#8222;Typisch Mädchen &#8230;&#8220; Hager, Angelika: Schneewittchen-Fieber Klemm, Gertraud: Aberland Lerner, Harriet: Wohin mit meiner Wut? Mika, Basha: Die Feigheit der Frauen Reinhard, Rebekka: Kleine Philosophie der Macht Sick, Helma: Ein Mann ist keine Altersvorsorge Sveland, Maria: Bitterfotze]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum heutigen Internationalen Frauentag wünsche ich allen Frauen auf dieser Welt, dass sie</p>
<ul>
<li>die Freiheit haben, über ihren Körper frei zu bestimmen</li>
<li>sich ohne Angst im freien Raum bewegen können</li>
<li>für ihre Arbeit gleich entlohnt werden</li>
<li>wählen können, ob sie Kinder in die Welt setzen</li>
</ul>
<p>Bei uns im Betrieb wurden Rosen verteilt, am Frauen*streik hat keine Kollegin teilgenommen, auch ich nicht.<br />
Mit diesen Zeilen zeige ich meine Solidarität mit den vielen Frauen, die heute auf die Straße gehen. Ich teile ihren Unmut über die bestehenden Gesellschaftsstrukturen, die es Frauen noch immer nicht ermöglichen, die gleichen Rechte wie Männer zu haben.</p>
<p>Den 8. März nehme ich zum Anlass, euch eine kleine Literaturliste zu präsentieren. Sie enthält Titel, die ich in den letzten 15 Jahren gelesen habe, teilweise habe ich sie bereits auf meinem Blog vorgestellt (mit Link versehen).</p>
<ol>
<li>Ehrhardt, Ute: Gute Mädchen kommen in den Himmel, böse überall hin</li>
<li>Ehrhardt, Ute: Und jeden Tag ein bisschen böser</li>
<li>Grabrucker, Marianne: &#8222;Typisch Mädchen &#8230;&#8220;</li>
<li><a href="https://dekorinnadeln.de/retro-weibchen/" target="_blank" rel="noopener">Hager, Angelika: Schneewittchen-Fieber</a></li>
<li><a href="https://dekorinnadeln.de/ja-aber/" target="_blank" rel="noopener">Klemm, Gertraud: Aberland</a></li>
<li>Lerner, Harriet: Wohin mit meiner Wut?</li>
<li>Mika, Basha: Die Feigheit der Frauen</li>
<li><a href="https://dekorinnadeln.de/kleine-philosophie-der-macht/" target="_blank" rel="noopener">Reinhard, Rebekka: Kleine Philosophie der Macht</a></li>
<li>Sick, Helma: Ein Mann ist keine Altersvorsorge</li>
<li>Sveland, Maria: Bitterfotze</li>
</ol>
<div class="irecommendthis-wrapper"><a href="#" class="irecommendthis irecommendthis-post-2163" data-post-id="2163" data-like="Recommend this" data-unlike="Unrecommend this" aria-label="Recommend this" title="Recommend this"><span class="irecommendthis-count count-zero">0</span> <span class="irecommendthis-suffix"></span></a></div>]]></content:encoded>
					
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		<title>Dänemark-Erlebnisse</title>
		<link>https://dekorinnadeln.de/daenemark-erlebnisse/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kora]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Aug 2016 19:05:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Wolle]]></category>
		<category><![CDATA[Dänemark]]></category>
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					<description><![CDATA[Dänemark ist ein wunderbares Urlaubsland &#8211; und kaum bin ich wieder zu Hause, könnte ich gleich wieder hinfahren. In den zwei Wochen in unserer kleinen Hütte konnte ich viel Ruhe genießen, Kraft tanken und vielen Tätigkeiten mit Muße nachgehen, die mir im Alltag verloren gehen. Meine Bilanz: Nach vielen Anläufen habe ich es geschafft, den 1000-Seiten-Wälzer von Frank Schätzing (&#8222;Der Schwarm&#8220;) zu bewältigen, dabei bin ich dual vorgegangen. Eine kleineren Teil habe ich gelesen, den größeren Teil per Hörbuch konsumiert (ca. 40 Stunden Sprechzeit). Dies ermöglichte mir, in der ersten Woche zwei Puzzles à 1000 Teile zu puzzlen (ich sprach bereits von meiner alten Kinderleidenschaft des Puzzlens). Vier weitere Bücher habe ich insgesamt gelesen. Eins hatte ich vor meiner Reise abgelichtet und in meiner kleinen Galerie präsentiert &#8211; &#8222;Die Schule der Frauen&#8220; von Iris Radisch (3. Auflage 2007). Der aus meiner Sicht recht vielversprechende Titel stellte sich als ziemliche Niete dar. Die ersten vierzig Seiten las ich noch, bekam immer mehr den Eindruck, dass die Autorin auf einer recht infantilen Entwicklungsstufe stehengeblieben zu sein scheint. Sie beschreibt ihr recht ungeordnetes Leben bis zum Alter von 36 Jahren, in dem sie ihr erstes Kind bekommt, und sich alles verändert. Bis dato lebt sie ein ewiges Studentenleben, das für sie eine Zeit der Unreife zu sein scheint, da sie nicht in der Lage ist, sich eine warme Mahlzeit zuzubereiten und sie sich kein Bett kauft, sondern auf einer Matratze schläft. Das Ganze wird durchzogen von einer latenten Intellektuellenfeindlichkeit &#8211; das ewige Herumphilosophieren, so sind sie, die lebensuntauglichen Studenten und Kinderlosen, die von der Autorin immer munter in einen Topf geworfen werden. Mein spezieller Alltag entsprach jahrelang dem eines intellektuellen Renterpaares. Und auch damit war ich sicherlich nicht allein. Es waren just die Jahre, welche die Natur ursprünglich für die Elternschaft vorgesehen hat und die ich mit Hilfe der Pharmaindustrie in eine splendide Studienzeit verwandeln konnte. Meine Tage waren nicht spektakulär, ich nutzte meine Zeit nicht dazu, auf den Mount Everest zu steigen, durch China zu radeln, die Robben vor Spitzbergen zu verteidigen oder verirrte Braunbärbabys in den kanadischen Wäldern einzufangen. Ich hatte gar nicht das Gefühl, in einer priviligierten Situation zu sein, Zeit für ungewöhnliche Lebensexperimente zu haben. Im Gegenteil. Wir schliefen lange in unserem kleinen intellektuellen Frührenterhaushalt, weil wir nachts lange diskutiert und gelesen hatten. Frühstückten diskutierender- und lesenderweise im Bett. Danach ging es ins Seminar. Abends noch einen Spaziergang durchs Viertel. Zum Abschluss gab es auf dem Fußboden vor den Fernsehnachrichten hockend schnell noch ein paar Brote, die wir &#8211; weil uns alles andere als die Kunst, die Literatur, das Theater offenbar gleichgültig war &#8211; schnell bei &#8222;Penny&#8220; geholt hatten (das unterscheidet uns von unseren popintellektuellen Nachfahren, die sich immerhin bei dem ganzen Gerede noch dafür interessieren, welches Dressing auf ihren Rucola-Salat kommt). Die Nacht verbrachte ich über meinen Seminararbeiten, mein vom Subventionstheater verschmähter Künstlergefährte sortierte nebenan seine kostbare Büchersammlung, nach Mitternacht, wenn auch im Haus gegenüber endlich alles ruhig war, wurde alles Gelesene und Geschriebene und Gedachte und Gehörte noch einmal gründlich durchgesprochen. Das dauerte bis zum Morgengrauen. Mit der Außenwelt, mit Arbeitskollegen, mit unseren Familien, mit einem lebendigen Netz aus Freunden, Verwandten und Nachbarn hatten wir wenig zu tun. Wir waren was viele neben uns auch waren: intellektuelle Raumkapseln, hochspezialisiert und lebensfremd, schlecht sozialisiert und alltagsuntauglich. Schon die Zubereitung einer selbst hergestellten Gemüsesuppe war in jener Zeit ein seltenes Wagnis, die Reparatur eines defekten Schreibtischstuhls war uns nicht zuzumuten. [&#8230;] Kinder, über die wir gar nicht sprachen, die für uns in eine unerreichbare Parallelwelt zu gehören schienen, hätten uns heillos überfordert. Rein handwerklich gewissermaßen. Vom Rest gar nicht zu reden. Heute wird viel vom Egoismus der gebildeten kinderlosen Paare gesprochen. Es wird ihnen unterstellt, sie könnten von ihrem Wohlleben nicht lassen, hätten verlernt zu teilen, fürchteten um ihren Malediven-Urlaub, ihren Zweitwagen und dergleichen Schnickschnack mehr. Ich glaube nicht, dass es sich bei den beschriebenen Verkrüppelungen eines akademischen Lebens in den gebärfähigsten Jahren um Egoismus gehandelt hat. Eher eine nicht klar zu definierende Mischung aus finanzieller Unselbständigkeit, kindlichen Versorgungsansprüchen (wenn das Subventionstheater mich nicht will, muss der Staat mich eben unterhalten; solange ich Hegel studieren will, muss mein Vater eben zahlen), alltäglicher Lebensunfähigkeit und allgemeiner Spintieserei, wie sie sich auf sozialen Isolierstationen gerne einstellt. Will man uns böse, so könnte man sagen: Wir waren nicht nur die ersten Bildungszombies, wir sind auch die ersten Studienzombies, Kulturzombies, Kunstzombies, Medienzombies, ja, sagen wir doch gleich &#8211; Lebenszombies. Aber das geht nun doch zu weit. (S. 40-42) Es folgen noch weitere Ansichten &#8211; das Schwadronieren hält bis zur letzten Seite des Buches an. Wirklich kein Buch für schwache Nerven! Mein bereits seit einiger Zeit fertiggestellter Kurzarmpullover wurde das erste Mal ausgeführt und hat sich als Star für nordseeklimatische Gebiete erwiesen. Wolle für ein neues Strickprojekt hatte ich vor meinem Urlaub nicht erstanden. Vielmehr hatte ich meine orangene (Unheils-)Wolle im Gepäck, die aus dem Männerpullover-Drama stammt und noch wartete, verstrickt zu werden. Mehrere Versuche hatte ich bereits unternommen, ein passendes Modell zu finden und umzusetzen. Die Vorschläge zur Verstrickung des Originalgarns der Seite DROPS inspirierte mich leider nur wenig, so dass ich es auf eigene Faust versuchte. Meine Idee war ein Muster, das wenig zum Ausleiern neigt, um nicht wieder in dieselbe Baumwollfalle zu tappen. Im ersten Anlauf versuchte ich, das Muster eines erfolgreich gestrickten Pullovers zu wiederholen, schwenkte dann auf ein lange aufbewahrtes Modell aus einer alten BRIGITTE-Ausgabe um (Originalgarn &#8222;Samoa&#8220; von GGH), das ihr auf dem Foto meines letzten Blogeintrages bewundern konntet. Nach 30 Zentimetern wurde mir das Muster langweilig und zu schwer. Wieder Schwenk zur Eigenkreation, diesmal langes Bündchen wie mein neuestes Modell, dann weniger Maschen aufnehmen und im Perlmuster arbeiten. Den Schnitt will ich so einfach wie möglich halten (gerade hochstricken, gerader Halsauschnitt, Ärmel ohne Zunahmen) &#8211; ähnlich wie mein erster grauer Rollkragenpullover. Mal sehen, ob es was wird &#8230; Hier ein kleiner Ausschnitt des Projektes inklusive urlaubige Faulenzilitis.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Dänemark ist ein wunderbares Urlaubsland &#8211; und kaum bin ich wieder zu Hause, könnte ich gleich wieder hinfahren.<br />
In den zwei Wochen in unserer kleinen Hütte konnte ich viel Ruhe genießen, Kraft tanken und vielen Tätigkeiten mit Muße nachgehen, die mir im Alltag verloren gehen.</p>
<p><a href="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/AußenspiegelDK.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1375 size-full" src="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/AußenspiegelDK.jpg" alt="AußenspiegelDK" width="1000" height="750" srcset="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/AußenspiegelDK.jpg 1000w, https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/AußenspiegelDK-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></a><span id="more-1378"></span></p>
<p>Meine Bilanz:</p>
<ul>
<li>Nach vielen Anläufen habe ich es geschafft, den 1000-Seiten-Wälzer von Frank Schätzing (&#8222;Der Schwarm&#8220;) zu bewältigen, dabei bin ich dual vorgegangen. Eine kleineren Teil habe ich gelesen, den größeren Teil per Hörbuch konsumiert (ca. 40 Stunden Sprechzeit). Dies ermöglichte mir, in der ersten Woche</li>
<li>zwei Puzzles à 1000 Teile zu puzzlen (ich sprach bereits von meiner <a title="Puzzlefieber" href="https://dekorinnadeln.de/puzzlefieber/" target="_blank">alten Kinderleidenschaft des Puzzlens</a>).</li>
</ul>

<a href='https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/PuzzleSanFrancisco.jpg'><img decoding="async" width="300" height="199" src="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/PuzzleSanFrancisco-300x199.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/PuzzleSanFrancisco-300x199.jpg 300w, https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/PuzzleSanFrancisco.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>
<a href='https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/PuzzleNudeln.jpg'><img decoding="async" width="300" height="210" src="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/PuzzleNudeln-300x210.jpg" class="attachment-medium size-medium" alt="" srcset="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/PuzzleNudeln-300x210.jpg 300w, https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/PuzzleNudeln.jpg 1000w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a>

<ul>
<li>Vier weitere Bücher habe ich insgesamt gelesen. Eins hatte ich vor meiner Reise abgelichtet und in meiner kleinen Galerie präsentiert &#8211; &#8222;Die Schule der Frauen&#8220; von Iris Radisch (3. Auflage 2007). Der aus meiner Sicht recht vielversprechende Titel stellte sich als ziemliche Niete dar. Die ersten vierzig Seiten las ich noch, bekam immer mehr den Eindruck, dass die Autorin auf einer recht infantilen Entwicklungsstufe stehengeblieben zu sein scheint. Sie beschreibt ihr recht ungeordnetes Leben bis zum Alter von 36 Jahren, in dem sie ihr erstes Kind bekommt, und sich alles verändert. Bis dato lebt sie ein ewiges Studentenleben, das für sie eine Zeit der Unreife zu sein scheint, da sie nicht in der Lage ist, sich eine warme Mahlzeit zuzubereiten und sie sich kein Bett kauft, sondern auf einer Matratze schläft. Das Ganze wird durchzogen von einer latenten Intellektuellenfeindlichkeit &#8211; das ewige Herumphilosophieren, so sind sie, die lebensuntauglichen Studenten und Kinderlosen, die von der Autorin immer munter in einen Topf geworfen werden.</li>
</ul>
<blockquote><p>Mein spezieller Alltag entsprach jahrelang dem eines intellektuellen Renterpaares. Und auch damit war ich sicherlich nicht allein. Es waren just die Jahre, welche die Natur ursprünglich für die Elternschaft vorgesehen hat und die ich mit Hilfe der Pharmaindustrie in eine splendide Studienzeit verwandeln konnte. Meine Tage waren nicht spektakulär, ich nutzte meine Zeit nicht dazu, auf den Mount Everest zu steigen, durch China zu radeln, die Robben vor Spitzbergen zu verteidigen oder verirrte Braunbärbabys in den kanadischen Wäldern einzufangen. Ich hatte gar nicht das Gefühl, in einer priviligierten Situation zu sein, Zeit für ungewöhnliche Lebensexperimente zu haben. Im Gegenteil. Wir schliefen lange in unserem kleinen intellektuellen Frührenterhaushalt, weil wir nachts lange diskutiert und gelesen hatten. Frühstückten diskutierender- und lesenderweise im Bett. Danach ging es ins Seminar. Abends noch einen Spaziergang durchs Viertel. Zum Abschluss gab es auf dem Fußboden vor den Fernsehnachrichten hockend schnell noch ein paar Brote, die wir &#8211; weil uns alles andere als die Kunst, die Literatur, das Theater offenbar gleichgültig war &#8211; schnell bei &#8222;Penny&#8220; geholt hatten (das unterscheidet uns von unseren popintellektuellen Nachfahren, die sich immerhin bei dem ganzen Gerede noch dafür interessieren, welches Dressing auf ihren Rucola-Salat kommt). Die Nacht verbrachte ich über meinen Seminararbeiten, mein vom Subventionstheater verschmähter Künstlergefährte sortierte nebenan seine kostbare Büchersammlung, nach Mitternacht, wenn auch im Haus gegenüber endlich alles ruhig war, wurde alles Gelesene und Geschriebene und Gedachte und Gehörte noch einmal gründlich durchgesprochen. Das dauerte bis zum Morgengrauen.<br />
Mit der Außenwelt, mit Arbeitskollegen, mit unseren Familien, mit einem lebendigen Netz aus Freunden, Verwandten und Nachbarn hatten wir wenig zu tun. Wir waren was viele neben uns auch waren: intellektuelle Raumkapseln, hochspezialisiert und lebensfremd, schlecht sozialisiert und alltagsuntauglich. Schon die Zubereitung einer selbst hergestellten Gemüsesuppe war in jener Zeit ein seltenes Wagnis, die Reparatur eines defekten Schreibtischstuhls war uns nicht zuzumuten. [&#8230;] Kinder, über die wir gar nicht sprachen, die für uns in eine unerreichbare Parallelwelt zu gehören schienen, hätten uns heillos überfordert. Rein handwerklich gewissermaßen. Vom Rest gar nicht zu reden.<br />
Heute wird viel vom Egoismus der gebildeten kinderlosen Paare gesprochen. Es wird ihnen unterstellt, sie könnten von ihrem Wohlleben nicht lassen, hätten verlernt zu teilen, fürchteten um ihren Malediven-Urlaub, ihren Zweitwagen und dergleichen Schnickschnack mehr. Ich glaube nicht, dass es sich bei den beschriebenen Verkrüppelungen eines akademischen Lebens in den gebärfähigsten Jahren um Egoismus gehandelt hat. Eher eine nicht klar zu definierende Mischung aus finanzieller Unselbständigkeit, kindlichen Versorgungsansprüchen (wenn das Subventionstheater mich nicht will, muss der Staat mich eben unterhalten; solange ich Hegel studieren will, muss mein Vater eben zahlen), alltäglicher Lebensunfähigkeit und allgemeiner Spintieserei, wie sie sich auf sozialen Isolierstationen gerne einstellt. Will man uns böse, so könnte man sagen: Wir waren nicht nur die ersten Bildungszombies, wir sind auch die ersten Studienzombies, Kulturzombies, Kunstzombies, Medienzombies, ja, sagen wir doch gleich &#8211; Lebenszombies. Aber das geht nun doch zu weit. (S. 40-42)</p></blockquote>
<p style="padding-left: 30px;">Es folgen noch weitere Ansichten &#8211; das Schwadronieren hält bis zur letzten Seite des Buches an. Wirklich kein Buch für schwache Nerven!</p>
<ul>
<li>Mein bereits seit einiger Zeit fertiggestellter <a title="Folklore-Frühling" href="https://dekorinnadeln.de/folklore-fruehling/" target="_blank">Kurzarmpullover </a>wurde das erste Mal ausgeführt und hat sich als Star für nordseeklimatische Gebiete erwiesen.</li>
</ul>
<p><a href="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/Kurzarmpullover_Folklore_fertig.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1377" src="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/Kurzarmpullover_Folklore_fertig-507x1024.jpg" alt="Kurzarmpullover_Folklore_fertig" width="507" height="1024" srcset="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/Kurzarmpullover_Folklore_fertig-507x1024.jpg 507w, https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/Kurzarmpullover_Folklore_fertig-149x300.jpg 149w, https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/Kurzarmpullover_Folklore_fertig.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 507px) 100vw, 507px" /></a></p>
<ul>
<li>Wolle für ein neues Strickprojekt hatte ich vor meinem Urlaub nicht erstanden. Vielmehr hatte ich meine <a title="Wenn Enthusiasmus große Kleidergrößen hervorbringt" href="https://dekorinnadeln.de/wenn-enthusiasmus-grosse-kleidergroessen-hervorbringt/" target="_blank">orangene (Unheils-)Wolle</a> im Gepäck, die aus dem Männerpullover-Drama stammt und noch wartete, verstrickt zu werden. Mehrere Versuche hatte ich bereits unternommen, ein passendes Modell zu finden und umzusetzen. Die Vorschläge zur Verstrickung des Originalgarns der Seite DROPS inspirierte mich leider nur wenig, so dass ich es auf eigene Faust versuchte. Meine Idee war ein Muster, das wenig zum Ausleiern neigt, um nicht wieder in dieselbe Baumwollfalle zu tappen. Im ersten Anlauf versuchte ich, das <a title="Power zum Jahresende" href="https://dekorinnadeln.de/power-zum-jahresende/" target="_blank">Muster eines erfolgreich gestrickten Pullovers</a> zu wiederholen, schwenkte dann auf ein lange aufbewahrtes Modell aus einer alten BRIGITTE-Ausgabe um (Originalgarn &#8222;Samoa&#8220; von GGH), das ihr auf dem Foto meines letzten Blogeintrages bewundern konntet. Nach 30 Zentimetern wurde mir das Muster langweilig und zu schwer. Wieder Schwenk zur Eigenkreation, diesmal langes Bündchen wie mein neuestes Modell, dann weniger Maschen aufnehmen und im Perlmuster arbeiten. Den Schnitt will ich so einfach wie möglich halten (gerade hochstricken, gerader Halsauschnitt, Ärmel ohne Zunahmen) &#8211; ähnlich wie <a title="Evergreen" href="https://dekorinnadeln.de/evergreen/" target="_blank">mein erster grauer Rollkragenpullover</a>. Mal sehen, ob es was wird &#8230;<br />
Hier ein kleiner Ausschnitt des Projektes inklusive urlaubige Faulenzilitis.</li>
</ul>
<p><a href="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/WolleundLesen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-1376" src="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/WolleundLesen-765x1024.jpg" alt="WolleundLesen" width="604" height="808" srcset="https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/WolleundLesen-765x1024.jpg 765w, https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/WolleundLesen-224x300.jpg 224w, https://dekorinnadeln.de/wp-content/uploads/2016/08/WolleundLesen.jpg 968w" sizes="auto, (max-width: 604px) 100vw, 604px" /></a></p>
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		<item>
		<title>Liebe Grüße zum Weltfrauentag</title>
		<link>https://dekorinnadeln.de/liebe-gruesse-zum-weltfrauentag/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kora]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Mar 2013 17:15:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aus dem Leben]]></category>
		<category><![CDATA[8. März]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[Equality]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Frauentag]]></category>
		<category><![CDATA[Weltfrauentag]]></category>
		<category><![CDATA[World Women Day]]></category>
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					<description><![CDATA[Gestern war wieder mal der Internationale Frauentag (diesmal der 102.), und da wir gefeiert haben, komme ich erst heute zum Schreiben. Es ist immer wieder ernüchternd, wie wenige Frauen sich für diesen Tag interessieren, verbunden mit der Frage: »Was hat das denn mit mir zu tun?« oder »Ist nicht so meins.« Meine Kollegin und ich versuchten nun gestern im mittlerweile zweiten Jahr, Frauen für Frauenrechte, auf die am Weltfrauentag aufmerksam gemacht wird, zu sensibilisieren. Ganz traditionell gab es zur Begrüßung des Tages Rosen am Personaleingang, über die sich viele freuten. Nur sehr wenige erreichten wir schließlich mit unserer nachmittäglichen Feier bei Kaffee und Kuchen — trotz großer Plakate, E-Mails und persönlichen Einladungen. Wir ließen uns jedoch die Laune nicht verderben, saßen in netter kleiner Runde in unserem modernisierten MitarbeiterInnenraum, tranken Kaffee, aßen Kuchen und führten angeregte Gespräche. Musik gab’s auch — vom Band, aber auch live: wir übten einen Durchgang »Brot und Rosen«. Unsere Gewerkschafts-Kollegin, die dieses Lied als einzige von uns kennt und hätte mitschmettern können, war leider nicht vor Ort &#8211; sie kämpfte für bessere Löhne in Potsdam. Wir haben das Glas auf sie erhoben! Anzumerken ist, dass sich zwei Frauen trotz fehlender Identifikation mit diesem Tag kurzfristig anboten, für zwei erkrankte Kolleginnen das Blumenausteilen zu übernehmen. Auch ein Mann war dabei. Hut ab und tausend Dank! Nächstes Jahr geht es weiter. Uns gehen die Ideen bestimmt nicht aus. Und wir werden weiterhin einladen — auch wenn kaum jemand kommt. Das sind wir den Frauen schuldig!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern war wieder mal der Internationale Frauentag (diesmal der 102.), und da wir gefeiert haben, komme ich erst heute zum Schreiben.<br />
Es ist immer wieder ernüchternd, wie wenige Frauen sich für diesen Tag interessieren, verbunden mit der Frage: »Was hat das denn mit mir zu tun?« oder »Ist nicht so meins.« Meine Kollegin und ich versuchten nun gestern im mittlerweile zweiten Jahr, Frauen für Frauenrechte, auf die am Weltfrauentag aufmerksam gemacht wird, zu sensibilisieren. Ganz traditionell gab es zur Begrüßung des Tages Rosen am Personaleingang, über die sich viele freuten. Nur sehr wenige erreichten wir schließlich mit unserer nachmittäglichen Feier bei Kaffee und Kuchen — trotz großer Plakate, E-Mails und persönlichen Einladungen. Wir ließen uns jedoch die Laune nicht verderben, saßen in netter kleiner Runde in unserem modernisierten MitarbeiterInnenraum, tranken Kaffee, aßen Kuchen und führten angeregte Gespräche. Musik gab’s auch — vom Band, aber auch live: wir übten einen Durchgang »Brot und Rosen«. Unsere Gewerkschafts-Kollegin, die dieses Lied als einzige von uns kennt und hätte mitschmettern können, war leider nicht vor Ort &#8211; sie kämpfte für bessere Löhne in Potsdam. Wir haben das Glas auf sie erhoben!<br />
Anzumerken ist, dass sich zwei Frauen trotz fehlender Identifikation mit diesem Tag kurzfristig anboten, für zwei erkrankte Kolleginnen das Blumenausteilen zu übernehmen. Auch ein Mann war dabei. Hut ab und tausend Dank!</p>
<p>Nächstes Jahr geht es weiter. Uns gehen die Ideen bestimmt nicht aus. Und wir werden weiterhin einladen — auch wenn kaum jemand kommt. Das sind wir den Frauen schuldig!</p>
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