Was passiert, wenn ein Unikat geht

Bevor der Sommer sich in seiner vollen Pracht entfaltet, berichte ich an dieser Stelle von meinem Mantelprojekt vom vor(!)letzten Winter.

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Die Geschichte begann folgendermaßen: vor über zehn Jahren erstand ich für wenig Geld bei H&M einen schwarzen Kurzmantel mit breitem Kragen, der mich über die Zeit hinweg begleitete, das Innenfutter langsam große Löcher aufwies, die Kanten abstießen. All das hinderte mich nicht daran, ihn noch ein weiteres Jahr zu tragen, und noch ein Jahr, und noch ein Jahr. Immer häufiger ließ ich meinen Blick schweifen, in der Hoffnung, einen ähnlichen Mantel wieder zu erstehen. Aber es gab ihn nicht. Mit einem solchen Kragen schon gar nicht, der einen vor den ersten Herbststürmen bewahrt, ohne einen Schal tragen zu müssen.

Im Jahr 2015 war ich dann bereit, Abschied zu nehmen. Aber auch nur aus dem Grund, da meine großartige Schwiegermutter alias große Nähkoryphäe mir anbot, diesen wundervollen Mantel mit mir zusammen nachzunähen. In ihrem riesigen Fundus an Schnittmustern zauberte sie mir einen Schnitt, der eine perfekte Imitation des Originals darstellte. Die Knöpfe stammen vom alten Mantel.
Leider existiert kein Foto des Originals. Aber soviel sei gesagt – bis auf wenige Details sieht das nachgebildete dem ursprünglichen Modell gegenüber sehr ähnlich.

Jacke_2017-04-22_10
Rückenansicht: Kragen und Riegel

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