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Strickjacke mit runder Kante

Diese schöne Strickjacke habe ich vor ca. zwei Jahren gestrickt. Ein Frühlingsmodell aus der „Rebecca“ Nr. 45 aus einem Baumwoll-Polyacryl-Gemisch (Qualität „Samoa“). Sie hält schön warm, so dass man sie auch im Winter tragen kann.
Das Zopfmuster ist sehr einfach zu stricken. Eine wirkliche Herausforderung stellte die Rundung der Kante dar. Die erste Reihe wird mit einem doppelten Faden gearbeitet (Originalgarn + andersfarbiger Faden). Der andersfarbige Faden wird später herausgezogen und die Maschen werden auf diese Weise aufgefangen. So die Theorie. In der Praxis konnte ich an jedem Fadenende ziehen und nichts passierte. Überdies besteht immer die Gefahr, dass auch Maschen der Vorreihe versehentlich aufgenommen werden. Unter lautem Fluchen und enormer Beherrschung, das Teil nicht in die nächste Ecke zu pfeffern, ist es mir irgendwann gelungen. Mit knapp 350 Maschen auf der Nadel ließen sich kaum noch Konturen einer Jacke erkennen. Ein großer Wust aus Wolle.

Aber wie ihr seht, hat sich die Mühe gelohnt. Besonders schön finde ich an dem Modell die „krausen“ Streifen an Ärmeln und Kragen.

 

Quergezopft

Querzöpfe sind schwer in Mode … wenn man 20 Jahre wartet. Alle, denen ihr eigener Modegeschmack reicht und die sich unabhängig von vorgegebenen Trends machen, können jederzeit starten.

 

aus Brigitte 20/95

Die Vorlage von diesem Querzopf-Pulli stammt aus dem Jahr 1995. Als ich vorletztes Jahr die Wolle kaufte, sagte die Wollverkäuferin zu mir: „Sehen Sie, im neuen Heft der ‚Filati‘ ist gerade ein ähnliches Modell. Sie sind also voll im Trend!“ Na, da konnte ja nichts mehr schiefgehen …
Auch bei diesem Pulli habe ich wieder ein Erstzgarn gewählt 8 Lana Grossa, Qualität „Merino Big Superfein“), da das Angegebene (Wolle von Horstia, Qualität „Shetland“) nicht mehr verfügbar war. Die Lauflänge weicht etwas ab, da das Ersatzgarn etwas dünner ist. Das hat allerdings den Vorteil, dass der Pullover eine Nuance schlanker ausfällt. Immerhin stecken 950 g in dem Strickstück!
Gestrickt wird von Ärmel zu Ärmel, mit einem geraden Halsausschnitt (Mittelmasche wird abgekettet). Ich habe das Größenverhältnis Ärmel / Vorder- bzw. Rückenteil verändert, da ich immer längere Ärmel benötige. Statt 60 cm für Vorder- / Rückenteil und jeweils 45 cm für die Ärmel, habe ich 50 / 50 / 50 geteilt.
Der Zopf war recht einfach zu stricken, die Weiterführung des Musters nach Anschlag der Maschen für Vorder- und Rückenteil hingegen etwas knifflig. Mit Hilfe von Kästchenpapier kann man sich allerdings Klarheit verschaffen. Für den Stehkragen wird ein Streifen mit einem Zopf gestrickt und angesetzt.
Der Pullover ist sehr warm und wunderbar für die derzeitigen Temperaturen geeignet. Aber auch hier gilt wieder: in engen Jacken sieht man schnell wie ein Michelin-Männchen aus ;)

Dat Meisterwerk

Ein Pulli, vor dessen Erstellung es mich lange gruselte, da mir das Zopfmuster extrem schwierig vorkam. Aber nach einiger Übung an anderen Stücken habe ich ihn nun, motiviert durch reduzierte Wollpreise der REBECCA, begonnen und – wie ihr seht – auch beendet. Die Wolle ist ganz fantastisch zu stricken und trägt sich durch den Alpaka- und Leinenanteil sehr gut. Alles in allem betrachte ich diesen Pullover als mein persönliches Strick-Meisterwerk.
Der Gedanke hat mich so beflügelt, dass ich eines der Fotos gleich an die BRIGITTE geschickt habe, die derzeit einen Strick-Contest veranstaltet. Mitte November weiß ich mehr …

gestrickt aus Rebecca Nr. 37 / Wolle ggh, Qualität "Savanna", Nadeln 6 und 7