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Chronologie der Jacken – 2012

Ebenfalls ein wunderschönes Modell einer Strickjacke mit Zopfmuster, dass es vor einigen Jahren in einer BRIGITTE gab. Leider habe ich mich für die Originalwolle entschieden – naturbelassene Schurwolle. Wer es nicht kennt, erlebt sein blaues Wunder. Denn sie kratzt wirklich (auch wenn man es gewohnt ist, Wolle auf bloßer Haut zu tragen). Ich finde sie nach wie vor sowohl vom Schnitt als auch vom Muster sehr gut. Die Passform stimmt. Aber das hilft leider alles nichts, wenn das Material Probleme bereitet. Auch unter FreundInnen und Bekannten fand sie leider keinen Anklang. Auch sie fristet nun ein Dasein im Dunkeln – ungetragen, mit der Hoffnung, dass sich irgendwann jemand erbarmt.

Jacke mit Zopfmuster
aus: BRIGITTE 22/2011

Auf dem Bild hat sie noch keine Knöpfe. Ich habe mich damals für naturfarbene Holzknöpfe entschieden.

Sonnengelb

Für diesen schönen Kurzpullover habe ich erstmalig ein Wollpaket des Garns ggh der Zeitschrift Rebecca bestellt. Normalerweise kaufe ich immer ein Knäuel mehr, damit mir auf die letzten Zentimeter nicht die Wolle ausgeht und war entsprechend skeptisch, ob die vorgegebene Menge reichen würde. Auch die Größenangabe 34 – 38 hat nicht gerade mein Vertrauen auf ein verlässliches Ergebnis geweckt.
Doch am Ende reichte das Garn (übrig blieb nur ein mittelkurzer Faden) und die Maße stimmten. Der Pullover sitzt etwas knapper als bei dem abgebildeten Modell, da ich eigentlich Größe 40 trage. Die zopfbesetzten Ärmel betonen jedoch schön die Schultern.
Auf einen schönen Sommer, der jetzt hoffentlich bald beginnt …

aus Rebecca Nr. 36, Modell 40

Der erste Zopf war grün…

Ja, es ist schon auffällig, wie viele Zopfmuster-Strickstücke sich in diesem Blog tummeln. Zum einen liegt es daran, dass ich, nachdem ich einmal begonnen hatte, sehr viel Gefallen daran gefunden habe. Zum anderen sind sie wirklich nicht schwer zu stricken, zeigen aber große Wirkung.

Diesen ersten Zopfpullover habe ich vor ca. vier Jahren gestrickt, vornehmlich auf Parkbänken im Frühsommer. Dies hatte zur Folge, dass jede fünfte Frau über 65 Jahre, die an mir vorbeiging, innehielt und anfing zu erzählen, es würde ja kaum noch gestrickt werden, das sei ja sagenhaft, dass es so etwas noch gäbe. Manche unterstrichen ihre Begeisterung, indem sie mein Strickstück ungefragt kneteten. Nun denn, sie meinten es ja gut …

Zu dieser Zeit kaufte ich zwar schon die Rebecca, arbeitete jedoch zumeist mit Ersatzgarnen. In diesem Fall habe ich die Wolle Lana Grossa, Qualität „Nico“ empfohlen bekommen. Sie hat die gleiche Lauflänge, jedoch einen höheren Baumwollanteil, und wird mit dickeren Nadeln gestrickt.
Der Pullover ist trotz seiner Durchlässigkeit erstaunlich warm, ist demnach wieder einer der Vier-Jahreszeiten-Kleidungsstücke.

aus Rebecca Nr. 36, Modell 42

Strickjacke mit runder Kante

Diese schöne Strickjacke habe ich vor ca. zwei Jahren gestrickt. Ein Frühlingsmodell aus der „Rebecca“ Nr. 45 aus einem Baumwoll-Polyacryl-Gemisch (Qualität „Samoa“). Sie hält schön warm, so dass man sie auch im Winter tragen kann.
Das Zopfmuster ist sehr einfach zu stricken. Eine wirkliche Herausforderung stellte die Rundung der Kante dar. Die erste Reihe wird mit einem doppelten Faden gearbeitet (Originalgarn + andersfarbiger Faden). Der andersfarbige Faden wird später herausgezogen und die Maschen werden auf diese Weise aufgefangen. So die Theorie. In der Praxis konnte ich an jedem Fadenende ziehen und nichts passierte. Überdies besteht immer die Gefahr, dass auch Maschen der Vorreihe versehentlich aufgenommen werden. Unter lautem Fluchen und enormer Beherrschung, das Teil nicht in die nächste Ecke zu pfeffern, ist es mir irgendwann gelungen. Mit knapp 350 Maschen auf der Nadel ließen sich kaum noch Konturen einer Jacke erkennen. Ein großer Wust aus Wolle.

Aber wie ihr seht, hat sich die Mühe gelohnt. Besonders schön finde ich an dem Modell die „krausen“ Streifen an Ärmeln und Kragen.