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Die ewig einsame Socke

Seit Jahren liegt eine einzelne, formvollende Wollsocke in meinem Kleiderschrank. Alles, was man an Mustern ausprobieren kann, findet man an ihr: Zöpfe, Rauten etc.

Doch leider blieb es bei dieser einen Socke – seit nunmehr zehn Jahren.
Anfangs stand die Ausrede im Weg, die Wolle reiche nicht. Aus den Resten strickte ich meine ersten Schnecken, die später durch weitere Wolleinkäufe expandierten. Allerdings lief mir regelmäßig die vier- statt der sechsfädigen Wolle über den Weg (= Ausrede Nummer 2). Letztendlich hielt mich wohl auch vom Stricken der zweiten Socke ab, dass der Aufwand (bedingt durch Strickmuster und Länge) nicht im Verhältnis zum späteren Tragen stand. Wann zieht man diese Socke an, wenn man nicht gerade auf einer Alm lebt oder Freundin extremer Stilbrüche ist?

Trotz all dieser Gründe, die gegen das Vollenden sprechen, habe ich Hemmungen, die vorhandene Socke zu entsorgen. Aber was mache ich mit einer Socke? Vorschläge nehme ich gerne entgegen.

Chronologie der Jacken – 2012

Ebenfalls ein wunderschönes Modell einer Strickjacke mit Zopfmuster, dass es vor einigen Jahren in einer BRIGITTE gab. Leider habe ich mich für die Originalwolle entschieden – naturbelassene Schurwolle. Wer es nicht kennt, erlebt sein blaues Wunder. Denn sie kratzt wirklich (auch wenn man es gewohnt ist, Wolle auf bloßer Haut zu tragen). Ich finde sie nach wie vor sowohl vom Schnitt als auch vom Muster sehr gut. Die Passform stimmt. Aber das hilft leider alles nichts, wenn das Material Probleme bereitet. Auch unter FreundInnen und Bekannten fand sie leider keinen Anklang. Auch sie fristet nun ein Dasein im Dunkeln – ungetragen, mit der Hoffnung, dass sich irgendwann jemand erbarmt.

Jacke mit Zopfmuster
aus: BRIGITTE 22/2011

Auf dem Bild hat sie noch keine Knöpfe. Ich habe mich damals für naturfarbene Holzknöpfe entschieden.

Sonnengelb

Für diesen schönen Kurzpullover habe ich erstmalig ein Wollpaket des Garns ggh der Zeitschrift Rebecca bestellt. Normalerweise kaufe ich immer ein Knäuel mehr, damit mir auf die letzten Zentimeter nicht die Wolle ausgeht und war entsprechend skeptisch, ob die vorgegebene Menge reichen würde. Auch die Größenangabe 34 – 38 hat nicht gerade mein Vertrauen auf ein verlässliches Ergebnis geweckt.
Doch am Ende reichte das Garn (übrig blieb nur ein mittelkurzer Faden) und die Maße stimmten. Der Pullover sitzt etwas knapper als bei dem abgebildeten Modell, da ich eigentlich Größe 40 trage. Die zopfbesetzten Ärmel betonen jedoch schön die Schultern.
Auf einen schönen Sommer, der jetzt hoffentlich bald beginnt …

aus Rebecca Nr. 36, Modell 40

Der erste Zopf war grün…

Ja, es ist schon auffällig, wie viele Zopfmuster-Strickstücke sich in diesem Blog tummeln. Zum einen liegt es daran, dass ich, nachdem ich einmal begonnen hatte, sehr viel Gefallen daran gefunden habe. Zum anderen sind sie wirklich nicht schwer zu stricken, zeigen aber große Wirkung.

Diesen ersten Zopfpullover habe ich vor ca. vier Jahren gestrickt, vornehmlich auf Parkbänken im Frühsommer. Dies hatte zur Folge, dass jede fünfte Frau über 65 Jahre, die an mir vorbeiging, innehielt und anfing zu erzählen, es würde ja kaum noch gestrickt werden, das sei ja sagenhaft, dass es so etwas noch gäbe. Manche unterstrichen ihre Begeisterung, indem sie mein Strickstück ungefragt kneteten. Nun denn, sie meinten es ja gut …

Zu dieser Zeit kaufte ich zwar schon die Rebecca, arbeitete jedoch zumeist mit Ersatzgarnen. In diesem Fall habe ich die Wolle Lana Grossa, Qualität „Nico“ empfohlen bekommen. Sie hat die gleiche Lauflänge, jedoch einen höheren Baumwollanteil, und wird mit dickeren Nadeln gestrickt.
Der Pullover ist trotz seiner Durchlässigkeit erstaunlich warm, ist demnach wieder einer der Vier-Jahreszeiten-Kleidungsstücke.

aus Rebecca Nr. 36, Modell 42