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Sonnenenergie

Die letzten Sonnenstrahlen des Sommers scheinen mir einen kreativen Schub gegeben zu haben. Hinter den Kulissen war ich fleißig dabei, lange liegengelassene Schnitte aus Schnittmusterbögen herauszukopieren (u.a. eine Hose aus der burda und einen Rock von schnittchen.com). Den Stoff muss ich noch besorgen, aber der erste Schritt ist geschafft. Des Weiteren habe ich von meiner lieben Kollegin einen Handstrickapparat vermacht bekommen, den ich vor einiger Zeit beim jährlichen Gruppengrillen mit dem Auto abgeholt habe. Eigentlich habe ich keine wirkliche Verwendung, weil ich das Stricken mit der Hand als sehr meditativ empfinde, aber es juckte mir in den Fingern, ein solches Gerät einmal auszuprobieren – noch dazu ist es ein Original aus den 50ern, inklusive Strickheften von 1956-1958. Welch eine Schande, es wegzugeben (es sollte auf den Sperrmüll)!

Wahrscheinlich werde ich ein Winterprojekt daraus machen und solange muss der kleine Apparat noch einmal verpackt in den Keller.

Handstrickapparat
Startschuss für meine Nähaktionen waren unsere zufallenden Altbautüren. In meinem LOTTA-Buch („Einfach nähen mit Lotta“) entdeckte ich eine vergessene Anleitung für einen Türstopper, der mir gut gefiel. Zunächst nähte ich einen Prototyp, was sich als gut herausstellte, den die angegebene Füllmenge von 2,5 kg Reis fiel für mein Objekt als zu gering aus. Selbst nach 3 kg Reis war noch gut Luft unter dem Henkel, was zur Folge hatte, dass der obere Teil des Säckchens beim Anheben jedesmal seine Form verlor. Zudem sollte es ein besonderer Stoff sein – kein gewöhnlicher von IKEA bzw. von der Stange. Beim idee-Markt ergatterte ich zwei Patchworkstoffe, die etwas fester als gewöhnliche Baumwollstoffe sind. Als Füllung verwendete ich diesmal Bohnen, von denen ich mir aufgrund ihres Volumens mehr versprach (leider blieb auch hier noch recht viel Platz im Säckchen), und füllte den oberen Bereich mit Füllwatte aus.

Bei den Näharbeiten stieß ich auf einen Zuschnitt für eine Wendetasche, die ich bereits dreimal für Freundinnen genäht hatte, aber bislang nicht für mich selbst. Der letzte Entwurf gefiel mir so gut, dass ich ihn nun selbst für mich umgesetzt habe. Bemerkenswert ist auch, dass ich es bei diesem Exemplar auf Anhieb geschafft habe, die Träger richtig zusammenzunähen (running gag) :)

Die Nähmaschine surrte vor sich hin, ich war im Rausch, und fertigte gleich noch ein Brillenetui, um den schönen Pilzstoff in einem anderen Licht zu sehen und dem Geldgeschenk der Tante des Liebsten noch eine kleine persönliche Note zu geben. Sollte ich mir glatt selbst noch einmal nähen …

Plan B

Meine Taschen, zu denen ich im Oktober einen Artikel veröffentlicht habe, fanden reißenden Absatz bei meinen lieben Kolleginnen.
Schuld war eine „Auf-den-letzten-Drücker“-gefertigte Tasche für den Geburtstag einer Kollegin. Diese freute sich derart, dass sie gleich eine um eine weitere bat, die sie ihrer Tochter schenken wolle. Mehrere Kolleginnen schlossen sich an, so dass ich schließlich mit einem riesigen Bestellbogen zu IKEA fuhr, um Stoffe einzukaufen.

Zeitgleich hatten zwei Kolleginnen ein weiteres Taschen-Modell entdeckt, das sie sehr schön fanden. Nach einigen Recherchen bin ich dann auf die Anleitung einer Wendetasche gestoßen, von der ich bislang zwei Exemplare gefertigt habe. Die dickeren Stoffe von IKEA eignen sich gut, um Stabilität zu erzeugen, haben jedoch den Nachteil, dass ich an den Seitennähten mit der Naht aussetzen musste, weil mir ansonsten die dritte (!) Nadel gebrochen wäre.
Immerhin tragen diese zwei Taschen nun endlich mein Logo. Dies habe ich in der Aufregung bei den anderen zuvor immer vergessen :)

wendetasche wendetasche2
Weitere Anregungen für Wendetaschen findet ihr in dem Blog von enaverena, oder für ein „Hippie“-Modell mit längeren Trägern auf der Seite Verflixt & Zugenäht.