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Schwarz-weiße Gebilde

Derzeit bleibe ich meinem mercerisierten Baumwollgarn in den Farben schwarz und weiß treu [„Mille fili“ von Wolle Rödel, Ll 130 m/50 g]. Dies ist zum einen dem Umstand geschuldet, dass mein einziges offenes Wollprojekt das Stricken eines Sommertops aus einem Gruselgarn ist, das sich wie Paketband stricken lässt, jedoch durch den hohen Seidenanteil wenig Widerstand gibt ergo mir ständig aus den Fingern glitscht. Zum anderen habe ich das Häkeln wiederentdeckt. Geliebt habe ich es immer, es hat jedoch leider häufig den Charme von Altbackenem, gerade wenn es um Kleidung geht, aber auch Wohnaccesoires bleiben nicht immer verschont. Doch dank Molla Mills, die ich bereits des öfteren erwähnte, und die neuen Schwung aus Finnland in die verstaubten deutschen Häkeldeckchen bringt, probiere ich mich nun ein wenig in Mustern aus.

Zunächst hatte ich lediglich vor, die Reste aufzubrauchen, und habe mir ein schönes Etui gehäkelt, das ich im letzten Herbst bereits einmal verschenkte. Ein Foto entfällt an dieser Stelle – glaubt mir, es sieht genauso aus!

Da ich noch immer nicht im Besitz eines der Bücher besagter Autorin bin (was sich hoffentlich zu meinem nächsten Geburtstag ändern wird), habe ich eine Bildersuche gestartet, die mich auf eine mir bekannte Anleitung einer Handtasche führte, die einst in der Brigitte veröffentlicht wurde und noch immer online verfügbar ist.
Die Tasche erschien mir recht klein, außerdem mag ich es, sie an langen Trägern über der Schulter zu haben. Also habe ich (da die Maschenprobe in jedem Fall abwich) nun eine höhere Zahl an Maschen angeschlagen, so dass ich auf eine Breite von ca. 35 cm komme. Durch das Mitführen des Fadens geht es nur langsam voran, erzeugt jedoch ein sehr schönes sauberes Maschenbild. Zum Glück hatte ich ein langes Wochenende mit viel Muße.

Ein Foto vom Freitag …

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… und ein Foto vom Sonntag

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Ich plane einen schwarzen Reißverschluss, während die Frage des Futters noch offen ist.

Plan B

Meine Taschen, zu denen ich im Oktober einen Artikel veröffentlicht habe, fanden reißenden Absatz bei meinen lieben Kolleginnen.
Schuld war eine „Auf-den-letzten-Drücker“-gefertigte Tasche für den Geburtstag einer Kollegin. Diese freute sich derart, dass sie gleich eine um eine weitere bat, die sie ihrer Tochter schenken wolle. Mehrere Kolleginnen schlossen sich an, so dass ich schließlich mit einem riesigen Bestellbogen zu IKEA fuhr, um Stoffe einzukaufen.

Zeitgleich hatten zwei Kolleginnen ein weiteres Taschen-Modell entdeckt, das sie sehr schön fanden. Nach einigen Recherchen bin ich dann auf die Anleitung einer Wendetasche gestoßen, von der ich bislang zwei Exemplare gefertigt habe. Die dickeren Stoffe von IKEA eignen sich gut, um Stabilität zu erzeugen, haben jedoch den Nachteil, dass ich an den Seitennähten mit der Naht aussetzen musste, weil mir ansonsten die dritte (!) Nadel gebrochen wäre.
Immerhin tragen diese zwei Taschen nun endlich mein Logo. Dies habe ich in der Aufregung bei den anderen zuvor immer vergessen :)

wendetasche wendetasche2
Weitere Anregungen für Wendetaschen findet ihr in dem Blog von enaverena, oder für ein „Hippie“-Modell mit längeren Trägern auf der Seite Verflixt & Zugenäht.