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Chronologie der Jacken – 2017

Einige Strickjacken habe ich im Laufe der Jahre angefertigt, aber noch keine hat es bislang auf meinen Blog geschafft (die Boleros haben sich erfolgreicher durchgesetzt).

Beginne ich bei meinem jüngsten Werk:
zu meinem Geburtstag wurde ich von der kreativen „Wohnwagen“-Freundin mit viel Wolle beschenkt – immer ein Experiment, ich suche gerne selbst aus, aber wie durch einen Zufall genau die Stärke und Lauflänge für ein lang anvisiertes Projekt der BRIGITTE 21/2012 (Blockstreifen-Jacke, Anleitung online), das ich dann umsetzte. Meine Ärgernisse mit neuen BRIGITTE-Anleitungen sind bekannt. Auch bei diesem Modell war die Mengenangabe ausgesprochen fantasievoll. Da nach Abschluss des Zusammennähens noch ein Kragen angestrickt und dieser umhäkelt wird, hatte ich die Befürchtung, dass die Wolle nicht ausreichen würde, und somit sind die Ärmel etwas kürzer ausgefallen als gewünscht (vielleicht sind sie dem Model auf dem Bild ebenfalls zu kurz, aber durch geschicktes Hochkrempeln beim Fotoshooting ist dies Spekulation …).
Ingesamt ist die Jacke wirklich schön geworden, ich wurde bereits von einigen Personen darauf angesprochen. Ein Minus gibt es für die kurzen Ärmel, den hohen Acryl-Anteil (50 % Wolle / 50 % Baumwolle fühlt sich besser an) und den doch recht engen Sitz.

Strickjacke mit runder Kante

Diese schöne Strickjacke habe ich vor ca. zwei Jahren gestrickt. Ein Frühlingsmodell aus der „Rebecca“ Nr. 45 aus einem Baumwoll-Polyacryl-Gemisch (Qualität „Samoa“). Sie hält schön warm, so dass man sie auch im Winter tragen kann.
Das Zopfmuster ist sehr einfach zu stricken. Eine wirkliche Herausforderung stellte die Rundung der Kante dar. Die erste Reihe wird mit einem doppelten Faden gearbeitet (Originalgarn + andersfarbiger Faden). Der andersfarbige Faden wird später herausgezogen und die Maschen werden auf diese Weise aufgefangen. So die Theorie. In der Praxis konnte ich an jedem Fadenende ziehen und nichts passierte. Überdies besteht immer die Gefahr, dass auch Maschen der Vorreihe versehentlich aufgenommen werden. Unter lautem Fluchen und enormer Beherrschung, das Teil nicht in die nächste Ecke zu pfeffern, ist es mir irgendwann gelungen. Mit knapp 350 Maschen auf der Nadel ließen sich kaum noch Konturen einer Jacke erkennen. Ein großer Wust aus Wolle.

Aber wie ihr seht, hat sich die Mühe gelohnt. Besonders schön finde ich an dem Modell die „krausen“ Streifen an Ärmeln und Kragen.