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Schwarz-weiß

… ist die liebste Farbkombination meiner Mutter. Am liebsten alles davon: Einrichtungsgegenstände, Kleidung etc. Erlaubt ist auch grau. Andere (knallige) Farben am liebsten nur als Akzente, z.B. bei Geschirr.

Angefixt von neuen Nähprojekten im Lotta-Buch wagte ich den Versuch, den schon länger anvisierten Rucksack mit Zugband zu nähen. Für dieses Projekt eignete sich aus meiner Sicht wieder hervorragend der gute dickere Baumwollstoff von IKEA, aus dem ich regelmäßig meine Taschen nähe. Gesagt, getan, fuhr ich letztes Wochenende zum blau-gelben Möbelausstatter und musste am Stoffregal leider feststellen, dass der schöne schlichte graue Stoff, aus dem ich bereits meine Kissen genäht habe, nicht mehr auf Lager war. Zum Glück gab es die Alternative schwarz-weiß, die ich zunächst nicht in Erwägung gezogen hatte, da ich das Modell möglichst schlicht halten wollte.
Vor lauter Enthusiasmus kaufte ich gleich noch von zwei anderen Stoffen jeweils einen Meter – beide neu im Sortiment.

Das Nähen selbst erwies sich an einer Stelle doch tückischer als gedacht: Frau Jansdotter hat meiner Meinung nach auch bei diesem Projekt die Nahtzugaben etwas knapp bemessen, so dass ich die Schlaufen durch einen sehr engen Stofftunnel zwängen musste. Am Ende ging es weder vor noch zurück. Frustriert wollte ich schon alles in die Ecke schleudern und mir ein anderes Geschenk ausdenken, wurde dann jedoch von meinem stets in sich ruhenden Liebsten animiert, den Tunnel noch einmal zu nähen, diesmal etwas breiter. Der Rucksack ist nun ein Stück kürzer als geplant (die Außentasche sitzt recht weit unterhalb der Oberkante), hat jedoch mit knapp vier Zentimetern Breite genug Luft, um vier Lagen Stoff bequem zu führen.

Ein weiterer kleiner Makel: die Länge der Schnüre ist für (sehr) kleine Personen geeignet, aber ab 1,70 Meter Körpergröße sitzt der Rucksack recht weit oben am Rücken.

Merke: für den Beutel ca. zehn Zentimeter mehr Stoff in der Länge, für die Schnüre gilt gleiches (wenn nicht mehr, da sie doppelt gelegt werden).

Meine Mutter hat sich gefreut – ich hoffe, dass sie ihn trägt.

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