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Kuscheliges Ockergelb

Die lange Pause beim Stricken hatte u.a. den Grund, dass mein letztes Projekt nicht selbst gewählt, sondern mehr aus der Not geboren war. Irgendwann hörte ich auf und hatte beim Wiederaufnehmen erhebliche Schwierigkeiten, mich zu motivieren, zumal das Muster recht aufwendig ist und nur langsam wächst. Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten:

  • Augen zu und weiterstricken oder
  • ein neues Modell suchen, das mir besser gefällt (ich habe schon eins in Aussicht, eine alte Sabrina-Ausgabe, die ich über Ebay erstehen kann).

Während ich mich mit dieser Entscheidung auseinandersetze, habe ich mir Wolle zu einem neuen Projekt bestellt, das ich auf einem dänischen Blog entdeckte. Die Modelle zeichnen sich durch schlichte Eleganz aus.

Da ich beim Preis der Originalwolle ein leichtes Augenzucken bekam, suchte ich nach günstigeren Alternativen. Bei der teueren Mohairwolle mit Seidenanteil kam ich nicht umhin, wenigstens 7 € pro 25 g-Knäuel zu zahlen. Das Hauptgarn jedoch bestellte ich nicht beim dänischen Anbieter, sondern eine Alternative bei DROPS. Vor lauter Enthusiasmus ließ ich leider die alte Strickregel außer acht: nicht nur die Maschenprobe ist wichtig, sondern auch die Lauflänge! So sah ich mich wenige Tage später in einem Meer von gelber Wolle, jedoch 13 Knäuel wiesen statt der angegebenen 100 lediglich 75 Meter auf …

Zweitägiges Stricken mit DROPS, Qualität „Nepal“ (Farbe 2923)und Austermann, Qualität „Kid Silk“ (Farbe 0041)

Nun ist es zu spät, ich habe erstmal tapfer losgestrickt und geschaut, wie es sich entwickelt. Nun habe ich Rumpf, Rücken- und Vorderteile fertig und den Kragen angestrickt. Mit dem ersten Ärmel bleiben mir knappe drei Knäuel. Ich werde wohl noch vier weitere nachordern müssen.

Womit ich mich tröste: das, was ich bislang gestrickt habe, sieht aus wie auf den oberen Fotos. Die Stricklust ist zurückgekehrt!

Oversize

Oversize ist ja bekanntlich der letzte Schrei. Man kann alles verhüllen – egal, ob zu dick oder zu dünn. Wunderbar!
Dank meiner lieben NachbarInnen, die mir einen Gutschein für unseren ansässigen Stoffladen zum Geburtstag schenkten, bin ich seit einiger Zeit im Besitz eines schönen rostorangenen Jerseystoffes (meiner absoluten Lieblingsfarbe!) für ein T-Shirt aus der neuen Burda easy. Ein, den Heften entsprechend, schlichter Schnitt mit rückwärtigem Raglan.
Vorletztes Wochenende nun bin ich zur Tat geschritten, nachdem ich mich reichlich mit der Vorarbeit des Herauskopieren diverser Schnitte beschäftigt hatte. Das erste Mal Jersey-Nähen ist eine Herausforderung, aber es war nicht so wild wie das Zuschneiden, das mich erheblich gestresst hat. Zum Glück kommt es nicht auf einige Milimeter an (noch ein Vorzug von Oversize), so dass die Form ganz passabel geworden ist. Beim nächsten Mal nehme ich jedoch ganz sicher das Angebot meiner Schwiegermutter an, ihre Overlockmaschine für die Säume zu verwenden,  da diese durch einen engen Zickzack-Stich (mehr gibt meine Nähmaschine leider nicht her) doch etwas krauselig geworden ist.

aus: Burda easy H/W 2016
aus: Burda easy H/W 2016