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Ein heiterer bis wolkiger Markt

Unser Markt liegt schon eine Woche zurück, von dem ich euch heute berichten möchte.
Alles in allem war es sehr aufregend, ein sehr langer Tag, sehr winterliches Wetter (Hagel & Co.), nicht gut besucht, aber trotzdem sehr lustig!

Johanna.maria und ich haben uns einen schönen Tag gemacht, waren gut organisiert und wussten die Vorzüge eines etwas professioneller veranstalteten Marktes zu schätzen. Im Gegensatz zu einigen anderen AusstellerInnen war unser Stand luftig, hell und gut einsehbar für die BesucherInnen.

Wir hatte große Mengen an Essen mitgenommen, um uns – aber auch die BesucherInnen – zu verköstigen. Gegen Mittag brachte der Liebste noch einen leckeren italienischen Nudelsalat vorbei, um uns für die letzten fünf Stunden des Marktes zu stärken.

Markt "Deine eigenART"
Markt „Deine eigenART“

Langsam zeichnet sich produktemäßig ab, was sich gut oder eher schlecht verkaufen lässt:

  • die Schnecken sind mein persönlicher Renner – sie werden von allen beäugt und ausprobiert, und von manchen dann auch gekauft
  • die Taschen sind ebenfalls im Fokus, evtl. sollte ich mir noch eine bessere Präsentation überlegen, was bei einem knappen Standmeter eine wirkliche Herausforderung darstellt; generell haben Stofftaschen viel Konkurrenz, manchen waren meine Modelle zu klein, was ich damit kommentierte, dass ich ihnen auch zwei Exemplare verkaufen würde :)
  • auch einen Kartenhalter bin ich losgeworden
  • einer der Holzhunde bekam seine letzte Chance, sich an den Mann/die Frau zu bringen – und letztlich sein Gnadenbrot bei meiner lieben Mitausstellerin
  • mein neues Produkt, der Stoffkorb, wurde ebenfalls mehrfach angeschaut und positiv kommentiert, jedoch nicht gekauft

Danke an all die lieben Menschen, die mich auch auf diesem Markt wieder besucht haben!

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Bauhaus-Inspirationen

Gestern war ich nach längerer Zeit mal wieder auf dem Antik- und Flohmarkt »Flohschanze«, um zu stöbern und mich inspirieren zu lassen. Bei meiner Runde statte ich regelmäßig der Buchhandlung cohen + dobernigg einen Besuch ab. Dort bin ich auf ein interessantes Buch gestoßen, das mein Tischlerinnenherz hat höherschlagen läßt: Hartz IV Moebel.com

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Kollektives Stricken

Nach knapp 1 1/2 Jahren habe ich es endlich letzten Freitag abend geschafft, der legendären „Knit Night“ im Wollladen Mylys in der Schanze beizuwohnen. Jeden ersten Freitag im Monat (im Winter jeden zweiten Freitag) treffen sich dort strickfreudige Weiblein und Männlein, um ihrem Hobby zu frönen.
Um 18.30 Uhr geht es los, bis ca. 22.30 Uhr dauert es.
Durch das angrenzende Café, das dem Bruder der freundlichen Inhaberin gehört, kann man bei einer Tasse Kaffee oder einem Glas Wein gemütlich seine Reihen abstricken und zwischendurch einen kleinen Plausch einlegen.
Ich kam um 19 Uhr an, und der Laden brummte bereits ordentlich. Zum Glück ergatterte ich noch einen freien Platz. Mir gegenüber saß eine zunächst etwas wortkarge Frau, die an einem Norweger strickte, aber dann nach und nach auftaute. Wir redeten über Islandwolle, den Brigitte-Strick-Contest, Rudi-Dutschke-Pullover und die Freude an neuen Wollläden wie diesem, die – im Gegensatz zu ihren braunregaligen, verstaubten Schwestern – sehr innovativ und frisch daherkommen.
Am Nebentisch wurde laut geredet und gelacht. Anscheinend kannten sich die Damen bereits sehr gut. Naja, in einem Jahr passiert viel.
Um 21 Uhr hatte ich meinen ersten Armstulpen fertig und wühlte ich mich durch die Wollberge und zahlreichen, meist englischsprachigen Strickhefte und -bücher. Gegen 21.30 Uhr verabschiedete ich mich von meiner neuen, wolligen Bekanntschaft und fuhr glücklich nach Hause.