Mottenkiste, Teil 2 – oder: ein Bär auf Reisen

Bei jedem Besuch bei meinen Eltern grabe ich wieder irgendeinen Schatz aus. Teilweise miste ich aus, aber einiges nehme ich erstmal mit nach Hause, häufig, um es dann nach genauer Begutachtung doch zu entsorgen. Mein Blog hilft mir, mich besser von Altem trennen zu können, da ich sie über mein virtuelles Tagebuch konservieren kann. Fotos helfen mir, ich muss die Objekte nicht mehr besitzen.

Als Kind und Jugendliche habe ich diverse Kuscheltiere für mich gestrickt, gehäkelt und genäht. Eines meiner ersten Tiere, einen Hund, habe ich auch in dem riesigen Sack voll Kuscheltiere wiederentdeckt, habe jedoch noch kein Foto gemacht. Zwei wollige bzw. stoffige Wesen habe ich für ein Fotoshooting mitgenommen. Verschenken kann ich sie nicht mehr, dafür riechen sie zu streng nach Keller, und wer weiß, was sich in den Wattekörpern alles angesammelt hat im Laufe der Jahre …

Darf ich euch vorstellen: links im Bild die Maus (eine Anleitung gab es im ersten Teil der Mottenkiste) mit ihrer adretten Kord-Latzhose und dem frechen Karohemd, rechts der Bär, den ich aus einem Heft der lieben Nachbarin meiner Eltern (von der ich noch viele schöne Dinge aufbewahre, ihr erinnert euch). Dieses Heft ist bis heute nicht auffindbar. Die Nachbarin hatte diverse Hefte, meine geliebten 100 Ideen-Hefte, aber das Heft mit Bären-Anleitung ist bis heute unauffindbar. Schade, sehr schade.


Vorletztes Wochenende sind wir mit unserer Freundin bei einem Café auf dem Campus vorbeigelaufen, meine Freundin schlug mir vor, den Bär dort als „Kunstobjekt“ auszusetzen. Letzten Freitag habe ich es getan. Mittlerweile dürfte er schon etwas eingeschneit sein …

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