Eigene Kreation

Als eingefleischte Vorlagen-Arbeiterin stehe ich Experimenten mit eigenen Entwürfen häufig recht skeptisch gegenüber. Die Befürchtung, dass sich die eigenen Ideen nicht ansatzweise verwirklichen lassen, das Material nicht geeignet ist oder andere Katastrophen passieren könnten, schrecken mich ab. Natürlich vergesse ich dabei, dass ich selbst bei detaillierten Anleitungen schon das eine oder andere Mal gehörig auf die Nase gefallen bin (aktuell wieder ein BRIGITTE-Modell, aber darüber später in diesem Blog).

Letztes Jahr habe ich mir auf einem Flohmarkt einen extrem günstigen Pullover von minderer Qualität (100 % Acryl) gekauft, mit dem Plan, ihn später in einem besseren Garn nachstricken zu wollen. In der ersten Zeit habe ich ihn auch wirklich häufig getragen, aber das ewig am Körper klebende Gewebe, wie es bei dem genannten Material leider häufig der Fall ist, hat mich dazu animiert, meinen gefassten Plan endlich anzugehen und zu verwirklichen.

Nach vielen Berechnungen habe ich mich für das ggh-Garn „Samoa“ entschieden, in dem ich bereits eine Strickjacke gestrickt habe. Ein 50/50-Garn (Baumwolle, Synthetik), das man auch an kälteren Tagen noch tragen kann. Mit dem Muster wurde es etwas knifflig, aber nun bin ich sehr zufrieden. Das Rückenteil ist fertig, ebenso die ersten Zentimeter des Vorderteils. Dank des Männerpullovers bin ich eine geübte „betonte-Abnahmen“-Strickerin geworden, das ich bei den Raglan-Ärmels dieses Projektes gut einsetzen kann. Die Abnahmen bei den Ärmeln werden noch interessant, aber zur Not habe ich ja noch immer meine Vorlage :)

Kurzpulli_Entstehung

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