Archiv der Kategorie: Wolliges

alles aus Wolle

Werbetrommel

Ihr Lieben,

am nächsten Samstag ist es soweit. Johannamaria und ich werden in der Honigfabrik wieder einen Stand haben. Und ihr könnt diesmal nicht nur unsere bekannten, schillernden Produkte erwerben. Wir haben auch etwas Neues im Gepäck: unser erstes Gemeinschaftsprojekt auf dem Sektor Stoffdruck. Einen der Probedrucke stellte ich euch bereits Ende August vor. So sehen nun die fertigen Stücke aus (Ausnahme: der gelbe Tischläufer, auf dem Foto noch ungesäumt).

Und die Werbung für meine Schnecken scheint gut zu laufen. Dank der guten PR-Arbeit mit meinen kleinen Weichtieren auf der facebook-Marktseite gab es schon positive Kommentare sowie die Anfrage, ob diese auch käuflich seien?

Ja, sind sie. Ich habe zehn Schnecken im Gepäck. Muss ich noch Nachschub häkeln? Hilfe!

Das Eibrot am Morgen

…  fand meine Kollegin vor, allerdings kein Echtes, das kam später aus dem Bistro.

Die Zimmerkolleginnen planten zum Geburtstag besagter Kollegin, einen Geschenkgutschein für das Bistro im Haus zu schenken, das ein leckeres Sortiment an kleinen Speisen bereithält, auch das begehrte Eibrot. Da wir vor unseren Urlauben ins Gespräch über das Anfertigen kleiner Häkelfiguren kamen (neben anderen Themen wie Gleichberechtigung, Innovationsgedanken jüngerer KollegInnen etc., über die wir uns ebenfalls gut austauschen können), brachte ich die Idee auf, etwas Wolliges dazu zu schenken,

Gesagt, getan — neben gelber Wolle, die ich für eine Mütze erstand (hiervon später), kaufte ich noch eine braune und eine weiße Wolle und häkelte im sonnigen Herbstlicht auf meinem Balkon.

Ein wenig Papierschnittlauch sorgte für den letzten Schliff. Einige KollegInnen ließen sich täuschen.

Eibrot

Die Mühe hat sich gelohnt

Nach knapp vier Wochen habe ich nun meinen Folklore-Pullover „umgestrickt“. Die Mühe hat sich wirklich gelohnt, zwischendurch hatte ich ernsthafte Bedenken, ob ich nicht einen großen Fehler begangen habe. Dank der kleineren Größenauswahl und der ebenfalls kleineren Nadeln schmiegen sich die Bündchen nun wunderbar an und leiern nicht herum. MeIn Strickstück sieht nun so aus wie auf dem Foto in der Rebecca.

P.S. Für alle, die an dieser Stelle einsteigen: die Strickschrift für das Lochmuster in der Anleitung enthält einen Fehler, der zu Irritationen führte, da die Maschenanzahl nicht aufging, aber leicht behoben werden kann.

Quelle: rebecca online (nicht mehr verfügbar)
Quelle: www.rebecca=online.de (nicht mehr verfügbar)

Wahnsinn

Ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, Dinge, die mich an Kleidungsstücken stören, zeitnah zu beheben. Dies kann für Außenstehende manchmal leicht wahnsinnig wirken, da es manchmal damit einhergeht, Werke komplett wieder zu zerstören, bevor man sie neu erstellen kann.

In Dänemark hatte ich meinen im letzten Jahr fertiggestellten, recht aufwändigen, folkloristisch angehauchten Kurzarmpullover wieder mit dabei. Bereits bei der Fertigung wirkte er etwas zu groß. Ich musste mich damals zwischen den größen 36/38 und 40/42 entscheiden, und wählte die größere Größe. Überdies arbeitete ich mit einem Ersatzgarn, was in der Regel auch zu leichten Abweichungen führen kann.
Dieses Gefühl besserte sich nicht beim Tragen, schon gar nicht nach dem ersten Waschen, das mit einer zusätzlichen Weitung einherging.

Zu Hause angekommen, kramte ich die Anleitung hervor, checkte die Maße und andere Eckdaten wie Nadelstärke und Verbrauch, und entschloss dann kurzerhand, den Pullover noch einmal zu stricken, diesmal in Größe 36/38 und jeweils einer halben Nadelstärke kleiner.
Ich gehe dabei sukzessive vor, indem ich zunächst das Rückenteil aufgeribbelt habe, mir die einzelnen Knäule in der richtigen Reihenfolge zurecht gelegt habe, damit ich nicht am Ende diverse Knäule habe, die ich später nicht mehr zuordnen kann.

IMG_1023

Das Rückenteil ist nun fertiggestellt (rechts), im Vergleich das noch bestehende alte Vorderteil (links). Man kann den Größenunterschied ganz gut sehen (Spannen und Weiten durch Körperwärme nicht mit einberechnet).

Kurzarmpullover_alt_neu

Nun geht es an das Vorderteil. Dann werde ich, bevor ich mich an die Ärmel mache, das Stück probetragen. Und mich hoffentlich freuen.

Hyggelig og kreativt

Die obligatorischen Dänemark-Wochen vergingen wieder wie im Flug.
Losgelöst von Zeit und Raum fand ich wieder einmal die Muße, die ich das Jahr über häufig vermisse. Im hohen Norden kann ich die Seele baumeln lassen und Energie tanken.

Rubjerg Knude

Wie immer hatte ich die wichtigsten Dinge dabei: Bücher und Wolle. Das Haus verfügte nicht über WLAN, was mein Herz bereits bei der Buchung höher schlagen ließ. Zwei Wochen kein Internet, nur ein Handy dabei — für Notfälle.
Mein Liebster überrascht mich überdies mit einer Riesenmenge an Puzzleteilen, da ich im letzten Dänemark-Urlaub so hingebungsvoll gepuzzlet hatte, und er den Eindruck hatte, dies könne meine Entspannung noch mehr fördern.

Gesagt, getan — ich tobte mich so richtig aus:

  • vier Ravensburger-Puzzle mit ingesamt 3995 Teilen (beim letzten fehlten fünf Teile) wurden von mir zusammengefügt, dabei hörte ich

Puzzle_OstseePuzzle_Abendmahl

  • drei Hörbücher (Vier Arten, die Liebe zu vergessen von Thommie Bayer, Angst vorm Sterben von Erica Jong und Immer noch New York von Lily Brett).
  • Dank meiner Freundin johannamaria kam ich eine Woche vor meinem Urlaub in den Besitz von alten Ausgaben der DIE NEUE MASCHE. Ich entschied mich für ein einfaches Modell, das schnell zu stricken ist, keine Experimente im Urlaub, zumal die Licht- und Wetterverhältnisse immer nicht vorab klar sind. Ein Longpullover aus einem Woll-/Acrylmix mit Fledermausärmeln in den Farben blau/rot. Das Rückenteil konnte ich vollenden.

Fledermauspullover

  • Last but not least die geliebten Bücher, von denen ich aufgrund der hohen „Arbeitsdichte“ an anderen o.g. Freizeitvergnügen weniger las, als ich mir vorgenommen hatte. Angelesen mit in den hohen Norden nahm ich Wo steckst du, Bernadette? von Maria Semple, es folgten Sommer wie Winter von Judith Taschler, Liebe mit zwei Unbekannten von Antoine Laurain. Mit dem Titel Im Labyrinth der Nacht fuhr ich zur Hälfte gelesen wieder gen Heimat.

Mit so viel freier Zeit komme ich manchmal auf gute Gedanken, was man handarbeitlich / -werklich noch so anstellen kann, nicht alle münden jedoch in wirklich klugen Bahnen (Stichwort Sisyphos). Ergebnisberichte derer Art folgen.